Illustrierter Reiseführer für Triest und seine Riviera

Österreicher und Triestiner teilen eine große gemeinsame Geschichte über viele Jahrhunderte. Eine prägende Geschichte, die eine unverwechselbare mitteleuropäische Identität geschaffen hat, die uns vom Rest Europas klar unterscheidet. Es ist eine Identität über sprachliche Grenzen hinweg, die der katastrophale nationalistische Irrsinn des 19. und 20. Jahrhunderts nicht ausradieren konnte und die jetzt immer stärker wird.

Zur Zeit Österreich-Ungarns erlebte Triest rasantes Wirtschaftswachstum und wurde zu einem der wichtigsten Häfen des Mittelmeerraums. Die moderne österreichisch-ungarischen Marine verwendete Triest als Ort für den Bau ihrer Schiffe und nutzte die Stadt als Basis. Auch wurde der Eisenbahn- und Stadtverkehr ausgebaut, was zu einem raschen Ausbau der Triester Handels führte, der mit der Verschiffung von mehr als 6 Millionen Tonnen Gütern im Jahr 1913 seinen Höhepunkt erreichte. Triest war das Zentrum des Handels in Zentral- und Südosteuropa geworden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Triest eine pulsierende Weltstadt mit zahlreichen Künstlern und Philosophen. Die imposante Wiener Architektur und Kaffeehäuser dominieren die Straßen von Triest bis zum heutigen Tag.

 

 Historische Zeugnisse aus noch älteren Epochen sind beispielsweise der Richard-Bogen (Arco di Riccardo), aus dem 1. Jh. n. Chr. und das Römisches Theater aus dem 2. Jh. n. Chr., das heute für die Theateraufführungen der Sommersaison genutzt wird. Sehr bekannt ist, auf dem Gretta Hügel, der imposante Leuchtturm Della Vittoria, ein Monument aus Istria-Stein aus Orsera und Karstgestein aus Gabria, der den Gefallenen des ersten Weltkriegs gewidmet ist.

Ebenfalls sehenswert ist das weiße Castello Miramare  das, mit seinem Park direkt am Meer, einem Märchenschloss gleicht. Weitere Sehenswürdigkeiten Triests sind: Der Canal Grande, die Verlängerung des Hafens im Stadtzentrum, der vor der Fassade der neoklassizistischen Kirche Sant'Antonio Nuovo endet; Die Basilika San Silvestro, eine der ältesten religiösen Bauten der Stadt;

 

Die Synagoge und der wunderschöne serbisch-orthodoxe Tempel der Santissima Trinità und San Spiridone, Zeugnisse der kulturellen und religiösen Mischung der Stadt. Doch Triest ist nicht nur für ihre Monumente, Kirchen, Museen und Palazzi sehenswert: Einen Besuch Wert sind auch ihre bekannten historischen Cafés, wie die in Via San Nicolò, Symbole der triestinischen Leidenschaft für den Kaffe und seit jeher Treffpunkte großer Persönlichkeiten wie Schriftesteller – darunter James Joyce, Italo Svevo, Umberto Saba – Staatsmänner und wichtiger Geschäftsleute.

Bildergebnis für Die Straße mit 7 Namen von Wien nach Triest

 Eine Stadt die heute wie gestern sehr lebhaft  ist und Tag und Nacht besondere Momente schenkt.



Ein Spaziergang durch die Stadt beginnt in der Regel an der imponierenden Einheitsplatz  mit dem neoklassizistischen Baustil der Palazzi und der beeindruckenden Aussicht, die der Platz auf der einen Seite auf das Meer bietet. Dieser ist einer der größten Plätze am Meer Europas.

 Die Palazzi des Platzes sind ebenfalls von Interesse: Der Regierungspalast, ehemals Palazzo des österreichischen Statthalters und heute Sitz der Präfektur ist von einem großen, durch Mosaiken, aus Murano-Glas und weißem Stein, verzierten Balkon; Der Palazzo Stratti mit seinem historischen Spiegel-Cafè; Das Rathaus von Triest mit dem dominierenden Glockenturm  dominiert dem gegenüberstehenden Brunnen Fontana die Quattro Continenti; Der strahlend weiße Palazzo del Lloyd Triestino, heute Regionalsitz. 

Riviera von Triest -

Mit Crnja Tours vom  Stadioncenter Wien in der Engerthstrasse 244, mit Flixbus vom Vienna International Busterminal (VIB), direkt bei der U3 Erdberg gelegen, mit  Hellö vom  Wien Hbf (Busbahnhof Wiedner Gürtel)  reist man so in knapp 6 1/2 Stunden von Wien bzw. in nur rund 4 1/4 Stunden von Graz direkt zum Busbahnhof am Hafen von Triest.

Auf der Strecke nach Triest kommen moderne Fernbusse der neuesten Generation zum Einsatz, die mit Komfortsesseln, Vier-Sterne-Sitzabstand, Klimaanlage, WC und kostenlosem WLAN in Österreich ausgestattet sind. Die einfache Fahrt ist bei Blaguss ab 39 Euro buchbar (Graz-Triest ab 36 Euro) – inklusive Sitzplatzgarantie und Mitnahme von zwei Gepäckstücken.


FlixBus - Hellö - Crnja Tours - Buscenter.it



DIE RILKE PROMENADE  (Buslinie n. 51 oder per Boot)

  Die Landschaft ist wirklich einzigartig: der Karst trifft auf das Meer – und der Blick gleitet über den ganzen Golf von Triest.. Für National Geographic ist dies einer der schönsten Wanderwege der ganzen Welt . Il Sentiero Rilke, der  Rilke-Weg im Golf von Triest, beginnt auf dem letzten Felssporn des Karst über dem Fischerstädtchenn Duino.



 
Auf der Terrasse vor den festungsartigen Mauern der Residenz hat der österreichische Schriftsteller bei seinem Aufenthalt im Jahre 1912 am liebsten geschrieben.   Vielleicht, weil der Blick von der Isonzo-Mündung über weiße Segeldreiecke in der Bucht von Triest bis hinüber zu den Spitzen Istriens nicht nur einfach wunderschön, sondern auch symbolträchtig ist.



Der von Rilke gerne aufgegriffene Kontrast zwischen technisierter und lyrischer Welt spiegelt sich wie nachträglich inszeniert in der hiesigen Landschaft. In einiger Entfernung die großstädtisch-technische neoklassizistische Skyline von Triest mit ihrem ausufernden Hafen.



 
Andererseits die lyrische Welt des Schlosses samt idyllischem Gartenparadies mit Terrassen, Palmen, Zypressen, Bougainvilleae, römischen Statuen und Springbrunnen. Und noch viel mehr gibt es auf dem Rilke-Weg. An der senkrecht in die See stürzenden Felsküste schlängelt sich, 80 Meter hoch, zwischen Adria und azurblauem Himmel der Sentiero vom Schloss bis hinüber zum Yachthafen in der Bucht von Sistiana. Wer nicht gezwungen ist, am Wochenende den Dichterspuren durch die mediterrane Flora zu folgen, kann unter dichtgrünem Dach Weltentrückung und poetische Empfindungen genießen. Die Luft ist geschwängert vom Duft von Lavendel und Rosmarin.   Inmitten bizarrer Steinfelder im nackten Karstfels leuchten lila Glockenblumen und an den Wurzeln verschlungenen Strauchwerks Veilchen.



 Im Herbst kontrastiert das flammend rote Laub der Macchia besonders intensiv mit dem weißen Kalkstein. Pilgerfalken kreisen, Blaumerlen und Sandkopfgrasmücken schwirren am Himmel über den Karstklippen wild zwischen Möwen und Dohlen. Immer wieder tun sich im dichten Grün des Weges "Fenster" auf, die den Blick in stets neuer Perspektive auf Fels, Golf und Castello Duino freigeben.  So viel besinnliche Schönheit für alle gibt es erst seit fünf Jahren.



 Lange Zeit konnten nur die von "Thurn u. Taxis" den Reiz des Rilke-Wegs genießen. Wenn auch nicht ohne Gefahr. Der Pfad war unwegsam, an etlichen Stellen musste regelrecht durch die Klippen gekraxelt werden. Inzwischen gestattet der italienische Zweig derer von Thurn und Taxis den Zugang und hat gemeinsam mit der Provinz Triest und der Kommune Duino-Aurisina einen gut begehbaren Weg durch die Felsen angelegt. Trotzdem sind feste Schuhe wegen der Passagen auf zerklüftetem Kalkstein anzuraten.


Die Stadtgeschichte

Das Gebiet des späteren Freien Territoriums Triest war bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil eines Kronlandes von Österreich-Ungarn, des Küstenlandes, dessen wichtigster Hafen Triest war. Die Einwohner von Triest und der Städte Istriens waren mehrheitlich Italiener, die ländlichen Gebiete Istriens und der Karstregion um Triest waren mehrheitlich von Slawenbesiedelt, im Norden von Slowenen und im Südwesten von Kroaten.  Daneben gab es in einigen Städten, vor allem in Triest, auch eine deutschsprachige Minderheit.  Mit der Aufteilung der ehemaligen österreich-ungarischen Gebiete unter Italien und dem SHS-Staat setzte eine tiefgreifende Italianisierung bzw. Slawisierung durch die Regierungen unter Mussolini bzw. Karađorđević ein.  Die jeweiligen sprachlichen Minderheiten und ihre Kultur wurden in den 1920er- und 1930er-Jahren von Italienern und Jugoslawen massiv unterdrückt und diskriminiert.  Dies betraf v. a. die slawisch-sprachige Bevölkerung am Karst, die italienische in Dalmatien und deutschsprachigen Minderheiten in Marburg und der Gottschee.  Im September 1943 wurde das Gebiet von Triest von der Wehrmacht besetzt und Teil der Operationszone Adriatisches Küstenland.  Am 1. Mai 1945 wurde Triest von der Vierten Jugoslawischen Armee und dem Neunten Slowenischen Korps besetzt, erst am 2. Mai erreichten auch neuseeländische Einheiten und solche der British Army die Stadt, unter internationalem Druck verließen die jugoslawischen Truppen am 12. Juni Triest. Am 10. Januar 1947 beschloss der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in der Resolution 16 fast einstimmig die Gründung des Freien Territoriums Triest.  

 Fürstliches Schloss Duino (Tybein)

 Illustre Gäste weilten einst an diesem Ort: Rainer Maria Rilke, Franz Liszt, Richard Strauß und Franz Ferdinand, Erzherzog von Österreich. Den Touristen öffnet jetzt das Schloss Duino seine Pforten. "Vielleicht gibt es in ganz Europa keinen Ort, der so sehr eine Idee von der intellektuellen Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts vermittelt wie dieses Schloss.


In Duino (Tybein) entstand ein poetischer Mythos, der jetzt zu besichtigen ist..


 
 Beim Info-Häuschen (nach dem Campingplatz Mare Pineta in Richtung Triest) parken und den Rilkeweg nach Duino gehen, der wunderschön und romantisch ist und hoch über dem Meer entlangführt. Der Weg endet in Duino und man muß noch einige Schritte die Straße hinunter zum Schloßtor gehen..


  
Rilke Promenade, Weiss Wanderweg, Ressel Wanderweg, Fischern Pfad, Julius Kugy Wanderweg, und viel mehr.....immer erfreut eine prachtvolle Aussicht das Auge: Wandern mit Blick aufs Mittelmeer an der Triester Riviera..

EIN LITERARISCHER MYTHOS: DAS MITTELEUROPÄISCHE TRIEST

 

In den Jahrzehnten vor und nach 1900 lebten und arbeiteten die großen italienischen Schriftsteller Italo Svevo und Umberto Saba in Triest. Auch ausländische Dichter zog es hierher: Der Ire James Joyce und der Engländer Richard Francis Burton, die Dichter Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal und viele andere.

 

 

 In Triest war der morbide Charme der Epoche besonders deutlich zu spüren, und die Literaten sogen ihn begierig auf. Rilke war Gast des Kultur beflissenen Prinzen Torre e Tasso und logierte höchst feudal im „Castello Duino“ vor den Toren der Stadt. Seine „Duineser Elegien“ sind das literarische Andenken an diese Zeit.

 

 

Als Franz Grillparzer 1819 hierherkam, zeigte er sich beeindruckt, nicht nur vom "Meer in seiner Herrlichkeit" und den "zahllosen Masten der Schiffe", sondern auch durch das "Gewimmel von Menschen aller Kleidung und Sprache". Der erste Eindruck von Venedig war danach negativ, der Dichter empfand einen "verdrießlichen Kontrast" zum "heitern Triest".. 

 

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Ricarda Huch beklagte vor 1900 den ungeistigen Lebensstil der Stadt fast noch mehr als den Scirocco. Bis dann mit einem Male Apoll und Merkur sich verbünden: Scipio Slapater, Giovanni Stuparich, Umberto Saba treten auf und vor allem Italo Svevo, der Triests berühmtester Dichter werden sollte, obwohl es doch gerade das spröde Triestiner Idiom war, das Italo Svevos Wirkung, vor allem in Italien, erschwert hat..

 

 
"Es ist eine große Vermessenheit, Städte beschreiben zu wollen", hat Joseph Roth gelegentlich formuliert.. Man sieht ihnen nur an, was man weiß, aber wen sollten diese Gehäuse der Kultur nicht faszinieren? Sie sind zumeist älter als Staaten, gehen seltener in Krisen gänzlich zugrunde.

 

 

 Ihr Daseinsrecht ist erprobt. In Svevos Romanen ist Triest wie selbstverständlich gegenwärtig.  Zwischen dem Autor und der (Stadt-) Kultur, aus der er hervorgegangen ist, hat dem wechselseitiger Prozeß der An Verwandlung stattgefunden. Irgendwann aber wird eine solche Stadt nicht mehr als Realität erfahren, sondern als em aus der Literatur geborener Mythos: davon spricht das letzte Kapitel des bemerkenswerten Buches von Angelo Ara und Claudio Magris.

 

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Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges sind die wichtigsten städtischen Theater und mehr als 20 Kinosäle in Triest weiterhin geöffnet. Der jeweilige Spielplan ist umfangreich und vielseitig, die Vorführungen werden von einem großen und unterschiedlich zusammengesetzten Publikum besucht.

 


 

Ganz schön & spektakulär: die Triestiner Küstenstraße

Was für die Bewohner von Los Angeles der Highway Number One und für die Menschen, die in Nizza leben, die Corniche, ist den Triestinern ihre Strada Costiera – die Küstenstraße zwischen der Adria-Hafenstadt und dem Seebad Sistiana. „Die“ Traumstraße der Adria wurde 1928 eröffnet.


Laut der WTO World Tourism Organisation es ist eine der 20 schönsten Straßen der Welt. Die Küstenstraße von  Sistiana nach Triest zählt sicher zu den landschaftlich schönsten Routen der gesamten  Mittelmeerküste.In zahllosen Kurven und Kehren geht es hoch über dem Meer durch grüne Macchia.

Von Norden nach Süden die  Buchten, die von der Küstenstraße aus zugänglich sind, sei es, weil sie an einer solchen Urbanisation liegen, weil eine Schotterpiste hinab angelegt wurde oder weil es einen Fußweg gibt..In den Buchten, die mit dem Auto angefahren werden können, sind Parkplätze rar und häufig gebührenpflichtig. Eine Tankstelle existiert auf der gesamten, 12 Kilometer langen Strecke nicht.

Nachdem man Miramare verlassen hat, führt die Strasse über Grignano auf halber Höhe an der Küste entlang kurvenreich weiter. Dieser Teil der Riviera ermöglicht einen weiten Blick über den Golf; die ausgedehnte Fläche des Meers verbindet ideell die sich gegenüberliegenden Küsten: auf der einen Seite die Mündung des Isonzo, auf der anderen die Küsten Istriens.

Lässt man Monfalcone hinter sich, führt die Küstenstraße nach Sistiana, dem antiken Sextilianum. Dieser Ort stellt die natürliche Wasserscheide zwischen dem Hafengebiet mit seiner herrlichen Bucht und dem Beginn des Karsthinterlandes dar.

Hier, in Sistiana, beginnt der die Felsklippen säumende Rilke Spazierweg und führt bis zum Schloss Tybein (Duino). Dieser Fußweg ist ein eindruckvolles Beispiel für das Zusammenstoßen zwischen der mediterranen Lieblichkeit und der zauberhaften Rauheit der Karsthochebene.

 

 

die TRIESTINER RIVIERA

 

Die Triestiner Riviera ist ein bezaubernder Platz an den Vorbergen der südlichen Alpen, der sanft durch das azurblaue Wasser des Mitteleeres geschaukelt wird.
Hier die felsige Küste und friedvollen Hügel haben die Kräfte der Natur umfaßt, um Kieferwälder herzustellen, freies Wasser, funkelnde Strände und ein überfluß an der Wildnis. 

 


Es ist ein einzigartiger Platz, den immer die Besucher und Siedlern von den anderen Teilen der Welt begrüßt hat.
Das ist ein Platz, in dem Einflüsse mischen und jeden Tag eine einzigartige Erfahrung bilden.

 Der Duft von Ginster, Myrthen, Holunder und Wildkräutern vermischt sich mit einer sanften Meeresbrise. Weiß schimmern bizarre Steinformationen im Sonnenlicht.

 

Kein Wunder, dass die Schönheit der karstigen Steilküste, die man über die Küstenstraße von Triest nach Sistiana erreicht, schon Komponisten und Literaten begeistert und inspiriert hat..

 

An der Riviera von Triest überwiegt die Steilküste; kleine Strände mit besonders jodhaltigem Wasser, eingerahmt von Felsen, bieten eine ursprüngliche Kulisse und viele kleine Buchten mit Strand.

 

Bild 6 von 27: 06 Garten

 

Über den Buchten thronen die Felsen der Steilküste. Im Wasser selbst befinden sich einige kleine Felseninseln, die man schwimmend erreichen und besteigen kann. Dadurch ist das Wasser der Riviera von Triest auch kristallklar..


Mit Volldampf an die k.u.k. Riviera

   Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts reisten Adel und wohlhabendes Bürgertum an die Österreichische Riviera, um ihr Feriendomizil in den mondänen Seebädern der Donaumonarchie aufzuschlagen.

  In luxuriösen Eisenbahncoupes strömte das noble Reisepublikum ans Meer und gab sich in idyllisch gelegenen Seebädern seinen gesellschaftlichen Vergnügungen hin. Mit dem einsetzenden Siegeszug der Eisenbahn um die Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt das Reisen eine neue Qualität. Auf dem Weg zur Adria mussten die schroffen Gebirgszüge der Alpen entweder überwunden oder weiträumig umfahren werden.  Mit der Eröffnung der Südbahnstrecke von Wien nach Triest am 12. Juli 1857 stand erstmals eine durchgehende Verbindung zwischen den Kronländern im Norden und dem wichtigsten Hafen der Monarchie mit dem umliegenden Küstenland zur Verfügung.

Abbazia. K.u.K Sehnsuchtort an der blauen Adria



Der mondäne Kurort Opatija/Abbazia, wo man längst wieder stolz auf die österreichische Vergangenheit ist. In zahlreichen Hotels wie dem Miramar oder dem früheren Südbahnhotel Quarnero genießen die Gäste moderne Wellnessangebote gepaart mit altösterreichischem Flair.




Zahlreiche historische Gebäude erstrahlen in neuem Glanz und der Lungomare, der legendäre Spazierweg direkt am Meer, trägt den Namen von Österreichs längst dienendem Kaiser, Franz Joseph.







Um 1880 war das Fischerdorf Abbazia weitgehend noch unbekannt, 20 Jahre später gehörten der planmäßig angelegte Kurort und seine Nachbarorte an der „österreichischen Riviera“ zu den erfolgreichsten Tourismuszielen der Monarchie.



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Die steinernen Zeugnisse der bewegten Geschichte lässt sich ein Fremder am besten auf einem geführten Rundgang zeigen. Die süßen Seiten der Stadt entdeckt er dagegen am besten auf eigene Faust.

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 Köstliche Sachertorte, wunderbarer Apfelstrudel und Topfenpalatschinken – in den Konditoreien von Triest leben die Habsburger Traditionen bis heute fort. „Chifeletti“, süße Krapfen aus frittiertem Kartoffelteig, sind dagegen eine einheimische Spezialität. Man bekommt sie bei jedem Triester Bäcker.

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Strand in Sicht !!











Ausflug

65 km. - Herzogstadt  Cividale

Unesco Weltkulturerbe

Cividale del Friuli (Östrich) liegt über einer Schlucht beiderseits des Flusses Natisone. In alten Zeiten war Östrich eine wichtige regionale Macht, die trotzdem heute eine kleine Stadt ist, noch ein edles und strenges Aussehen haltet. Das ist das Ergebnis des Durchzuges  fremder Völker, wie die Franken und Langobarden. Das war die Stadt am Rande der Alpen, die sie als ihren Königssitz auserwählten: Cividale.

Ausflug

Stadt Görz

 (42 km. von Triest)

Grenzstadtstimmung und ein Burg mit Blick auf märchenhafte Hügellandschaften. Franziskaner Kloster und Bourbonengruft, Schloss Kronberg

Die Grafen von Görz gehörten vom 11. Jahrhundert bis zum Ende des Mittelalters zu den wichtigsten Fürsten des Reiches. Ihre Besitztümer reichten vom Istrien über Krain und Kärnten bis nach Tirol.

Noch heute führen zahlreiche Tiroler Gemeinden (Nord und Süd) diesen Löwen im Wappen unter direkter Bezugnahme auf die Grafen von Görz.

Die Grafen von Görz waren außerdem noch Vögte von Aquileja. Sie spielen auch in der Numismatik eine Rolle und zwar als Herausgeber der ersten deutschen Goldmünze, des "Zwainzigers". Der berühmte Diplomat und Minnesänger Oswald von Wolkenstein stand ebenfalls in Diensten der Görzer Grafen.

Die mittelalterliche Burg mit den bezaubernden Häusern davor ist ein wahres Juwel: die Aussicht von hier reicht über die sanfte Hügellandschaft und die ganze Stadt, in der Bauformen des Mittelalters, des Barock und des 19. Jahrhunderts harmonisch zusammenleben.

 In der Stadt koexistierten friedlich die romanische, germanische und slawische Kulturen mit der Einfügung einer dynamischen jüdischen Gemeinschaft.  Ursprünglich war die Stadt eine romische Siedlung und sie begann wichtig zu sein am Anfang des II. Jahrtausends unter der Leitung der Grafen von Görz.

 Nach dem Aussterben der Grafenfamilie kam ihr Gebiet um 1500 an die Habsburger. Außer einer kurzen Herrschaft von Venedig und der Napoleonischen Zeit bleibt die Stadt österreichisch bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Sie war als die “Österreichische Nizza” oder auch “Nizza an der Adria” bekannt wegen ihrer reichen Gärten und Villen.

 Direkt vor der Wallfahrtskirche in der Mitte des Platzes von Kremaun erhebt sich eine weitere Sehenswürdigkeit, die Bronzestatue von Maximilian I von Habsburg, die eindrucksvoll auf einem hohen steinernen Sockel thront. Zeugnis einer Vergangenheit und einer Geschichte, die über Jahrhunderte im Zeichen des österreichisch-ungarischen Reichs stand.

Das Kloster Kastanienwitz (italienisch Castagnavizza) mit der Kirche Mariä Verkündigung liegt auf einem 143 m hohen Felsen über dem slowenischen Teil der Stadt Görz
Im Jahre 1623 ließ Graf Mathias von Thurn hier eine Kirche zur Ehre der Gottesmutter und ein kleines Karmeliterkloster errichten, das in den nächsten 134 Jahren vergrößert und ausgebaut wurde. 1781 wurde das Kloster von Kaiser Joseph II. aufgelassen, Kirche und Kloster wurden geschlossen. 1811 wurde das Kloster den Franziskanern übergeben, die es heute noch verwalten.
In der Gruft des Klosters wurden Karl X., der letzte König von Frankreich aus dem Geschlecht der Bourbonen, und Mitglieder seiner Familie beigesetzt. 

Marienwallfahrtsort

 und Wehrdorf Castelmonte

und Johannesgrotte (81 km.)

 

Ungefähr 10 km östlich von Cividale del Friuli liegt auf einer Bergkuppe ein weit über die Grenzen des Friaul hinaus bekannter Marienwallfahrtsort - Castelmonte oder "Madona di mont", wie ihn die Friulaner nennen. Schon die Fahrt über eine enge Straße durch einen dichten Wald ist ein Erlebnis. Die massiv gebauten Wehrhäuser drängen sich pittoresk um die Kirche an der Hügelspitze. Vom Parkplatz aus steigt man auf Stufen zum Tor hinauf und folgt dann der Hauptgasse zur Kirche.

Castelmonte wurde mehrmals zerstört, 1419 durch die Ungarn, 1469 durch einen Brand und um 1478 bedrängten die Türken die Siedlung. Damals erfolgte auch der Bau der Befestigungsanlagen.

 

Buschenschänke mit Sicht


Der Buschenschank ist ein Betrieb, an dem ein Landwirt seine Erzeugnisse (Getränke und kalte Speisen) ausschenken und servieren darf.

Zidarich - Prepotto

Das Recht der Weinhauer (österreichisch für Winzer), Eigenbauwein im eigenen Haus ohne besondere Lizenz auszuschenken, und entsprechend für Most- und Bierhersteller, geht in Österreich auf eine Zirkularverordnung des Kaisers Joseph II. von 1784 zurück.

Die Öffnungsperiode zeigt ein Bauer an, indem er oberhalb des Eingangs deutlich sichtbar das Buschenschankzeichen in Form eines Buschen (ein Büschel Zweige oder Bund Reiser) „aussteckt“ – daher der Name Buschenschank (Frasca)


In den ehemals österreichischen Gebieten auf dem Triester und Görzer Karst auch in Slowenien heißt der Buschenschank osmiza (slowenisch osmica, abgeleitet von osem ‚acht‘, da die Konzession ursprünglich auf acht Tage beschränkt war)

OLIVENÖL AUS DER TRIESTINER RIVIERA

Als Souvenir aus dem Urlaub nimmt man auch gerne die ein oder andere Flasche Olivenöl mit, vor allem wenn man am Mittelmeer unterwegs war. Das es in Italien neben der Toskana, Sizilien oder Ligurien ganz im Nordosten eine Region gibt, in der hervorragendes Olivenöl hergestellt wird, ist nur wenigen bekannt. Bei Triest liegt das Zentrum der Olivenölproduktion der Region. Eine große Auszeichnung war für die Olivenölerzeuger der Gemeinde San Dorligo dass sie im Jahr 2001 in den nationalen Verband „Citta` dell’olio” - „Ölstadt“ - aufgenommen wurde. Außerdem wurde ein ganz spezielles Ereignis gefeiert: Das Olivenöl „Tergeste“ wurde von der EU als kontrollierte Ursprungsbezeichnung eingetragen. Die Bezeichnung „DOP Tergeste“ darf nur von Olivenöl geführt werden, das mindestens 20 Prozent Bianchera enthält und nach strengen Richtlinien erzeugt wird.

Die unverkennbar besonderen Eigenschaften der kaltgepressten Olivenöle aus der Provinz Triest haben eine Gruppe von Erzeugern dazu angeregt sich zum Ziel zu setzen, die Qualität der Öle zur Geltung zu bringen und zu wahren. Im Jahre 1999 ist offiziell derr “Ausschuss zur Förderung der Aufwertung des kaltgepressten Olivenöls aus Triest”” (Comitato Promotore della Valorizzazione dell'Olio di Oliva Extravergine di Trieste) gegründet worden. 2005 erhielt Triest die offizielle DOP "Tergeste" von der EU.

Kaffeekultur

Triest ist auch eine bedeutende Kaffeestadt. Nicht nur die berühmten Caffès aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert tragen zu diesem Ruf bei, sondern auch illycaffè mit seinen großen Röstanlagen im Industrieviertel der Stadt. Eine weltbekannte Marke und ein Inbegriff des guten Kaffeegeschmacks. illycaffè wurde 1933 vom ungarisch-stämmigen Kaffeehändler Fancesco Illy gegründet und spezialisierte sich auf die Herstellung und den weltweiten Vertrieb qualitativ hochwertigen Espresso-Kaffees.  Jeden Tag werden weltweit sechs Millionen Tassen illycaffègetrunken. Ein kurzes, aber intensives Erlebnis, das die Sinne streichelt, den Geist anregt und den Verstand öffnet. Kaffee mag als ein einfaches Getränk erscheinen, ist jedoch etwas viel Komplexeres. Im Kaffee finden sich über 1500 chemische Stoffe (rund 850 flüchtige und 700 lösliche Substanzen), bei seiner Zubereitung wirken 13 chemisch-physikalische Variablen ein. Doch wie entsteht dieses wunderbare Getränk?

Mehr als 1100 Restaurants in Österreich servieren Illy-Kaffee. Jährlich verschifft Illy 16.000 Tonnen Kaffee nach Triest, wo die Bohnen verarbeitet und dann in die Welt verschickt werden. Zwei Drittel der Bohnen kommen aus Brasilien. Laut Firmenangaben wird Illy-Kaffee derzeit in rund 100.000 Restaurants rund um den Globus ausgeschenkt. 

Die Sommerresidenz von Erzherzog Ludwig Salvator..




Im Spätherbst des Jahres 1876 erwarb der österreichische Erzherzog Ludwig Salvator in Zindis bei Muggia (Triest) ein Landhaus mit dendazugehörigen Ländereien, das bis zum Jahre 1914, als er im Zuge der kriegerischen Ereignisse auf Anraten seines Cousins des Kaisers Franz Joseph I. Zindis verlassen musste, zu seinem ständigen Sommerwohnsitz werden sollte..

 In Triest lernte Ludwig Salvator auch den Botaniker, Prähistoriker und Direktor des Natur­historischen Museums Carlo Marchesetti kennen, mit dem er bis zu seinem Tod im Oktober 1915 freundschaftlich verbunden war..

 Der feinsinnige, höchst vielseitige und ganz der Wissenschaft und Forschung lebende Mensch Ludwig Salvator steht, der bisher leider nur allzu oft seiner individuellen und für einen Erzherzog ganz ungewöhnlichen Lebensweise wegen zum "Aussteiger" und "Enfant terrible" des österreichischen Kaiserhauses abgestempelt wurde..

 

Lluis Salvador war ein untypischer Adliger seiner Zeit, unkriegerisch und naturwissenschaftlichen Interessen zugetan..

Er war der Ahnvater moderner Aussteiger, Reisender, Seemann, Wissenschaftler, Künstler, Quer- und Vordenker, Visionär, Pazifist, Traditionalist, Naturschützer, Schriftsteller, Liebender und einer der interessantesten und unkonventionellsten Sprosse des Hauses Habsburg: Erzherzog Ludwig Salvator alias "Luigi"..

DIE GROTTA GIGANTE - RIESENGROTTE
Eine Reise ins Innere der Erde

RIESENGROTTE, die Schauhöhle mit dem größten unterirdischen Hohlraum der Welt, bereits im Jahre 1908 dem Publikum zugänglich gemacht wurde. Dank des leicht begehbaren Betonwegs und der beeindruckenden Beleuchtung können die Besucher in etwa 60 Minuten einen angenehmen Höhlenbesuch vornehmen.

Reich an Tropfsteinen, der höchste davon misst 12 m, vermittelt die Höhle dem Touristen einen unvergesslichen Einblick in die wunderbare unterirdische Welt der Grotten. Neben dem Höhleneingang befindet sich das Speleologiemuseum, in dem neben zahlreichen höhlenkundlichen, geologischen und paläontologischen Exponaten auch einige wertvolle archäologische Funde aus der Umgebung und eine Sammlung an Plakaten der Grotte ausgestellt sind. Die Besichtigungen werden zu praktischen Besuchszeiten und von geschulten Höhlenführern durchgeführt. Eintritt 7 €     11 km von Triest entfernt befindet sich auf dem Triester Karst die Grotta Gigante, die Schauhöhle mit dem größten unterirdischen Hohlraum der Welt, die bereits im Jahre 1908 dem Publikum zugänglich gemacht wurde.

Beeindruckend spektakulär – die Höhlen von Postumia

(46 km. / 45' Bus)  Adelsberger Grotten (Postumia)
und Höhlenburg Lueg

Ein sehr lohnendes Ziel ist ein Besuch der berühmten Tropfsteinhöhle von Postojna. Die Führung durch die Höhle, die früher Adelsberger Grotte genannt wurde, dauert ca. 1, 5 Stunden und findet mehrmals täglich statt, im Sommer zu jeder vollen Stunde. Der Preis für die Besichtigung betrug im Sommer 2007 für Erwachsene 18 EUR, für Kinder 11 EUR.
Die Besichtigung beginnt mit der etwa 2 km langen Fahrt mit der Höhlenbahn durch unterschiedlich hohe Gänge, Hallen mit beleuchteten Tropfsteinen und den sog. Ballsaal, die nicht nur unsere Kinder begeistert hat. Endstation der beeindruckenden Fahrt ist am „großen Berg“, wo man aussteigt und die Besichtigung mit einem deutschsprachigen Führer zu Fuß fortsetzt.
Ganz in der Nähe (etwa 10 km entfernt) liegt die ebenfalls sehenswerte Burg Predjama.



Naturpark Mündung Isonzo Birdwatching-Paradies

Süßwassersümpfe, aber auch große Salzwasserfeuchtzonen, Schilfe, Wälder und Wiesen: Der Naturpark der Isonzo-Mündung ist das ideale Habitat von zahlreichen Tierarten und vor allem von einheimischen und Zugvögeln. Nicht von ungefähr gilt es als bester Bereich in Italien für das Birdwatching. Auf seinem Herzstück, der Cona-Insel, befindet sich das Besucherzentrum, das als eines der wichtigsten internationalen didaktischen, wissenschaftlichen und naturalistischen Zentren gilt.

Das regionale Naturschutzgebiet „Foce dell'Isonzo „ umfasst ein ungefähr 2400 Hektar breites Gebiet, welches sich entlang der letzten 15 km des Flusses Isonzo erstreckt Der Isonzo entspringt in den Julischen Alpen in Slowenien und mündet in den Golf von Triest, zwischen Monfalcone und Grado.
Das Gebiet um die Isonzo - Mündung bietet die Möglichkeit, eine große Anzahl unterschiedlicher und besonders interessanter Tierarten zu beobachten.
Nach der Gründung des Naturschutzgebietes hat sich die passive (Beschränkung der Störungsfaktoren) und aktive Aufrechterhaltung (durch gezielte Verwaltungsmaßnahmen, Umweltwiederherstellung und Kontrolle der Pflanzenwelt) besonders auf die Vogelwelt, die unter ständiger Überwachung steht, positiv ausgewirkt: bisher wurden über 300 Vogelarten beobachtet.
Dank der ruhigen Umwelt und der Nähe des Karstes gibt es eine bedeutende Anzahl von Tierarten wie Reh, Fuchs, Dachs, Wildschwein und Hase, sowie zahlreiche Nagetiere, Flattertiere und Insektenfresser. Natürlich sind aufgrund der Umwelteigenschaften auch viele Amphibien vertreten.
Das Naturschutzgebiet ermöglicht uns, eine vielfältige Pflanzenwelt zu beobachten, die für Süßwasser-, Brackwasser- oder Salzwasserlandschaften typisch ist.
In dieses Naturschutzgebiet sind auch einige Pferde aus der Camargue eingeführt worden: dank ihrer physischen Merkmalen (breite Hufe und geringen Größe) ist diese Pferdeart besonders dafür geeignet, in Feuchtgebieten zu leben.

 

Es gibt wohl kaum eine Stadt, die europäischer ist als Triest. Österreichische Einflüsse in der Architektur treffen auf italienische Mentalität und slowenische Küche. Triest ist der kulturelle Schmelztiegel mehrerer Nationen und ihrer Geschichte, nirgendwo spürt man das mehr, als in der sogenannten Stadt der Winde. 

Schon der erste Blick raubt dir den Atem: Leuchtend in ihrer noblen Ordnung, liegt die Stadt zwischen den grünen Höhen des Karst und der sanftblauen Meeresbucht unter einem blendenden Himmel.  Nostalgisch verklärt, zwischen Sissi-Statuen und einem Stadtbild, das auf Schritt und Tritt ans Wien der Habsburger erinnert: Ein Spaziergang durch Triest ist eine Reise in die Vergangenheit.

Viel scheint sich seither jedenfalls nicht geändert zu haben, von der Krone über die Lire zum Euro. Vor allem eines ist immer gleich: das Meer, das brausend und tosend an die Kaimauern klopft.

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DAS KLIMA von  TRIEST

Weather Underground PWS ITRIESTE166Aufgrund neuerer Beobachtungen und meteorologischer Aufzeichnungen der letzten Jahre, beträgt die mittlere Jahrestemperatur in Triest 15,8 C° , die Niederschläge 880 mm pro Jahr und die relative Luftfeuchtigkeit 64%. Etwas südlicher von Trieste wird die Halbinsel Istrien von dem 45. Breitengrad geschnitten, sodass Triest auf dem halben Weg zwischen dem Äquator und dem Nordpol liegt - auf der idealsten Stelle der Nordhemisphäre im geographischen und temperaturbezogenen Sinne. Diese Lage ermöglicht eine jährliche Durchschnittstemperatur von 15,6 Grad Celsius, bzw. von 24 Grad Celsius im Sommer, 16° im Herbst, 8° im Winter und 15° im Frühling.

Dieses Klima hat drei typische Winde und zwar Scirocco, Bora und Maestrale. Im Sommer ist der Maestrale am meisten vertreten, eine leichte Brise, die vom Meer Richtung Land weht, und warme Sommernächte abkühlt, im Herbst der Scirocco und im Winter Bora und Scirocco. In Triest scheint die Sonne im Durchschnitt während 300 sonniger oder teilweise sonniger Tagen, mit insgesamt 2500 Sonnenstunden in einem Jahr.. Mittlere Windstärke 7,0 km/h - Windstill 42 % (200 Tagen pro Jahr)..  

mittlere Monatstemperatur im Lauf der letzten 30 Jahren

JUL                AUG              SEP             OKT               NOV               DEZ

25,0

24,9

21,0

17,0

12,5

08,3


JAN                FEB               MAR             APR               MAI               JUN

06,9

07,3

10,2

14,0

19,0

22,7


Das Meer ist die größte Wohltat am Golf von Triest. Die Durchschnittstemperatur beträgt im Winter von 8 bis 10 Grad und im Sommer um 25 Grad Celsius. Das Salzgehalt des Wassers beträgt 38 Promille. Ein hohes Gehalt an Salz, Natrium, Chlor, sowie an Sulfaten und Magnesium sind die Grundlage für ein gesundes Bad, das der menschliche Körper und die Haut so nötig braucht.

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STADTMITTE <-> FLUGHAFEN

Zugverbindungen Bahnhof Trieste Centrale -->

Flughafen Triest

Die schnellste Möglichkeit vom Flughafen die Stadtmitte zu erreichen ist mit dem Zug, was 25 Minuten dauert.

 

DIE TRIESTER ALTSTADT

Genau wie damals schlägt das Herz der Stadt noch heute an der großen Piazza, die seit fast 90 Jahren „Piazza dell Unità dItalia“, Platz der Einheit Italiens, heißt. Das lang gezogene Rechteck wird von Prachtbauten gesäumt. An einer Seite aber öffnet sich die Piazza eindrucksvoll zum Meer. Von hier aus muss man nur die „Punta del Forno“ durchqueren und gelangt in eines der ältesten Stadtviertel von Triest.  Die Namen der engen Straßen verraten noch heute, was hinter den kleinen Fenstern der Ladenlokale ehemals verkauft wurde: Salz, Öl und Fisch.

Bildergalerie dieser Unterkunft


Stephanie, Kronprinzessin von Österreich-Ungarn 

Bildergebnis für kronprinzessin stephaniePrinzessin Stephanie von Belgien

Kronprinzessin- Witwe Stephanie von Österreich,, Tochter des reichen Königs Leopold II. von Belgien,, geboren 21. Mai 1864 auf Schloss Laeken bei Brüssel.. Am 10. Mai 1881 wurde sie mit Kronprinz Rudolf von Österreich verheiratet..

Am 2. September 18833 wurde dem Paar eine Tochter geboren, Erzherzogin Elisabeth Marie.

planet-viennaRudolf, Kronprinz von Österreich und Ungarn (vollständiger Vorname Rudolf Franz Karl Joseph; * 21. August 1858 auf Neues Schloss Laxenburg; † 30. Jänner 1889 auf Schloss Mayerling) war der einzige Sohn von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth. Er war staatsrechtlich Kronprinz des kaiserlichen Österreich (Cisleithanien) und des königlichen Ungarn. 

 Die Ehe war wider Erwarten die ersten Jahre recht glücklich. Erst in den letzten 3 Jahren drohte die Ehe durch das Ausbleiben eines männlichen Thronerbens zu zerbrechen. Als Rudolf durch die Tragödie von Mayerling ums Leben kam, floh Stephanie vom Wiener Hof, der ihr eine Teilschuld am Drama um den Thronfolger gab. Nach ihrer Rückkehr gab es für Stephanie in Wien nichts mehr zu tun.. Sie lebte auf dem Witwensitz Schloss Laxenburg bei Wien und auf Schloss Miramar bei Triest..

Stéphanie mit Gräfin Tarouca, Resi Pálffy, Sidonie Chotek, und Graf Charly Bombelles in Miramare.

Stephanie heiratete am 22. März 1900 im Schloss Miramar bei Triest den ungarischen Grafen (ab 1917 Fürst) Elemér de Lónyay, elf Jahre nach den Mayerling-Geschehnissen,  und lebte mit ihm glücklich in Ungarn. Die Hochzeit der 36-Jährigen fand auf Schloss Miramar bei Triest statt, wo ihre Tante Charlotte von Belgien mit ihrem Gatten, Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich, Bruder von Franz Joseph, gelebt hatte, bevor Maximilian den Kaiserthron von Mexiko bestieg. Stephanie hatte Miramar, das der Disposition des Monarchen unterstand, 1882 mit Franz Joseph, Elisabeth und Rudolf offiziell besucht und 1885 viele Tage dort verbracht.  

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 Sie galt als eine der elegantesten Frauen des Habsburger Reiches und starb 1945 mit 81 Jahren am 24. August 1945 in der Benediktiner-Abtei Pannonhalma bei Györ, wohin sie sich vor den einrückenden Russen geflüchtet hatte.. Die Stadt Triest widmete der Kronprinzessin die Stephaniewarte und die Stephanie-Weg ( neben dem Napoleon-Wanderweg ,auf dem triester Karst )..

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  Triest unter der Donaumonarchie. 1382-1918

Ein Schmelztiegel der Völker ist Triest einst gewesen: Nicht nur Italiener, auch die slawischen Nachbarn und eine große jüdische Gemeinde prägten und bereicherten die Kultur. Den größten Einfluss aber übten die Österreicher aus. Jahrhunderte lang stand die kleine Siedlung an der Adriaküste unter ihrem Schutz. Im Laufe der Zeit wurde Triest zum strategisch bedeutenden Hafen der Habsburger Monarchen. Konflikte gab es immer wieder mit der Stadtrepublik Venedig. Lange Zeit blieb die schillernde Nachbarin die ungeschlagene Nummer eins – der wichtigste Handelshafen der nördlichen Adria. Ende des 18. Jahrhunderts aber, als Napoleon Venedig erobert, wendet sich das Blatt. In einem Friedensabkommen wird die Lagunenstadt der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn zugesprochen. Damit beginnt Venedigs Abstieg und der Aufstieg von Triest, weil Österreich natürlich die eigene Hafenstadt vorzieht. Die einstige Nummer zwei übernimmt die führende Rolle beim Handel mit dem Nahen und Fernen Osten. Kaffee, Zucker, Eisen, Baumwolle, Öle und Holz – alles wird nun hier umgeschlagen.

1719 schon einmal Freihafen Schon 1719 wurde der Freihafen Triest von Kaiser Karl VI. erstmals ausgerufen. Er nahm in der österreichisch-ungarischen Monarchie eine zentrale Rolle für den Warentransport ein. In Folge des Pariser Friedensvertrages von 1947 und des Memorandums von London 1954 erhielt er wieder den Status Freihafen - wo keine Zölle und Einfuhrumsatzsteuern eingehoben werden.

FREIHAFEN von TRIEST

Als 1719 Kaiser Karl VI Triest zum Zollfreien Hafen ernannte, begann eine Wende für die Stadt. Von dem Moment an begann die Blütezeit dieser Handelsstadt, die nun ein noch ernsthafterer Mitstreiter Venedigs wurde. Die Stadt bekam das Patent für die Gründung einer „Orientalischen Handelskompanie“.



Damit begann der große wirtschaftliche Aufschwung. Die Stadt verdiente Geld und bekam Kredite in Wien. Kauf- und Seeleute aus dem ganzen Mittelmeerraum benutzen Triest als Drehscheibe ihrer Wirtschaft..

Karls Nachfolger Maria Theresia und Joseph II.unterstützten Triests wirtschaftlichen Aufschwung durch das Anlegen städtebaulich wichtiger Viertel, der „Maria-Theresien-Stadt“ (Borgo Teresiano) und der „Josephsstadt“ (Borgo Giuseppino) westlich bzw. östlich des heutigen Hauptplatzes (Piazza Unita d'Italia). Als einziger großer Seehafen Österreichs nahm Triest eine wichtige strategische Stellung in der Habsburgermonarchie ein und war Ausgangspunkt kurzlebiger Kolonialerwerbungen(Triestiner Handelskompanie). Der Druck Venedigs hemmte jedoch lange Zeit die wirtschaftliche Entwicklung Triests. Mit österreichischer Unterstützung löste Triest Venedig in seiner führenden Rolle im Handel mit dem Nahen Osten ab und entwickelte sich zum größten Handelszentrum der Adria.

Der Österreichische Lloyd (ital.: Lloyd Austriaco) war die größte Schifffahrtsgesellschaft Österreich-Ungarns und des Mittelmeeres. Sie wurde auf Initiative von sieben Triester Versicherungsgesellschaften: der Banco Adriatico di Assicurazioni, Azienda Assicuratrice, Banco Illirico d’Assicurazioni, Banco Adriatico di Assicurazione Generali, Banco di Marittime Assicurazioni, Compagnia degli Amici di Assicuratori und der Società Orientale d’Assicurazioni, nach dem Vorbild des Londoner Lloyd’s ins Leben gerufen. Ein Spezialkomitee, dem u. a. der österreichische Politiker Karl Ludwig von Bruck angehörte, arbeitete die Statuten aus, die von der Zentralstelle der Vereinigten Versicherungsgesellschaften und schließlich der Regierung genehmigt wurden. So konnte 1833 von 19 Seetransportversicherungsgesellschaften, Banken und 127 Einzelaktionären die Gesellschaft mit Sitz in dem mit einem Freihafen ausgestatteten Triest, im österreichischen Teil der Monarchie, förmlich gegründet werden.

Ottomanische Delegation in Triest (1909)

1850 wurde Triest Sitz der kaiserlich-königlichen Zentralseebehörde. Seit 1857 verbindet die Österreichische Südbahn Triest über den Semmering mit Wien. Die erste Gebirgsbahn Europas wurde nach den Plänen und unter der Leitung des Venezianers Carl Ritter von Ghega erbaut. Die Hafenstadt zog in der Monarchie unter anderem den Hauptnutzen aus dem 1869 eröffneten Suezkanal. Österreichische Industrieerzeugnisse wurden nun auch in der Türkei, in Ägypten und in Syrien abgesetzt. 

Chinesische delegation in Triest (1909)

Um 1900 stand die Stadt in ihrer vollen wirtschaftlichen Blüte und stellte ihren Reichtum durch zahlreiche Prachtbauten zur Schau. In Triest wirkten einige der Architekten, die in Wien für prächtige Ringstraßengebäude im Stil des Historismus verantwortlich zeichneten, wie etwa Heinrich von Ferstel (z. B. Lloydpalast), Wilhelm von Flattich (z. B. Südbahnhof), Friedrich Schachner (diverse Palais).

 

 

1914 ist TRIEST eine multikulturelle und multikonfessionelle Stadt mit etwa 250.000 Einwohnern, zugleich die zweitgrößte Stadt Österreichs und die drittgrößte des Habsburgerreiches. Als wichtigster Adriahafen und Umschlagplatz für Waren und Passagiere erlebt die Stadt eine bauliche und finanzielle Blütezeit, in der Werften und Fabriken zehntausenden von Menschen Arbeit verschaffen. Der Großteil der Bevölkerung spricht Triester Dialekt und Slowenisch, aber in der Stadt leben auch Kroaten, Serben und 11.000 Deutsche. Viele fremde Bewohner (Gastarbeiter) stammen aus dem nahen Königreich Italien und werden als “Regnicoli” oder Reichsitaliener bezeichnet

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Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im August 1914 stockte die wirtschaftliche und künstlerisch-literarische Entwicklung in Triest schlagartig.

Auf die Ermordung in Sarajevo des Habsburger Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Gemahlin Sophie (28. Juni) folgt die Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien (28. Juli). Alle wehrtauglichen Männer ziehen in den Krieg. Die öffentliche Hand und wohltätige Bürger leisten finanzielle Unterstützung, gewähren Beihilfen und Renten für Kriegswitwen und die Familien der einberufenen Soldaten.

Begeisterung in Triest

Der patriotische Lärm ...

 Aus Triest zogen anfangs (August 1914) etwa 33.000 Männer zwischen 18 und 37 Jahren an die Front und im Laufe des Krieges wurden ungefähr 50.000 Triestiner im Alter bis 50 Jahren in der Habsbugischer Heer eingezogen.

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Der Mangel an Lebensmitteln bringt den Schwarzmarkt zum Blühen. Im April schreitet die Polizei bei Tumulten wegen ungerechtfertigter Verteuerung und Knappheit von Brot ein.

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 Italiens Kriegserklärung (23. Mai 1915) führt in Triest zu Protestkundgebungen gegen Italiener: während die königlich-kaiserlichen Behörden aus Angst vor einer italienischen Offensive die Stadt verlassen, stürmt eine Menschenmenge die Redaktion der philoitaliener Zeitung “Il Piccolo” und zündet sie an, weiterhin wird der Sitz der “Lega nazionale” und der “Ginnastica triestina” zerstört, Kaffeehäuser und Geschäfte italienischer Besitzer geplündert.

Triest aus Sicht des Seekommandanten

Die Stadt leert sich aufgrund der zweiten Massenmobilisierung und der Abreise oder Internierung von etwa 35.000 bis dahin in der Stadt lebenden italienischen Gastarbeitern.

Nur 881 Triestiner, mit italienischer Gesinnung, darunter zahlreiche italienische Gastarbeiter, sogennante “Regnicoli”. desertierten aus dem Habsburger Heer, passieren illegal die Grenze und traten den italienischen Streitkräften bei.

Das Hausregiment der Triestiner, das k.u.k. Infanterieregiment Nr. 97, wurde am 11. August 1914 per Eisenbahn Richtung Lemberg in Galizien transportiert und war dort in schwerste Abwehrkämpfe gegen die vordringende russische Armee verwickelt.

 Als das bis dahin neutrale Italien als neues Mitglied der Triple Entente (Frankreich - Russland - Vereinigtes Königreich) Österreich-Ungarn am 23. Mai 1915den Krieg erklärte und damit wenige Kilometer nordwestlich der Stadt eine Front entstand, mussten viele Ausländer wie James Joyce Triest verlassen.

See Skaut Schule Triest (Wandervogeln) 1917 (Zweiter Pfadfinderkörper des Habsburgerreiches unmittelbar nach Wien )

Der Krieg kostet Menschenleben, verschlingt Geld und verursacht Leid. Die Kriegspropaganda appelliert an die Triestiner zwecks Finanzierung des Konflikts, sie sollen Kriegsanleihen unterzeichnen und zugunsten von Kriegsversehrten, Kriegerwitwen und Waisen spenden. Kinos und Theater inszenieren patriotische Vorstellungen. An der Piazza Grande ermutigt die Obrigkeit die Menschen dazu, Nägel zu kaufen und sie in eine hölzerne Matrosenstatue einzuschlagen, die dann im Volksmund “Omo de fero” (Eisenmann) heißt. Ähnliches geschieht in vielen anderen Städten des Kaiserreiches. Am 21. November stirbt Franz Joseph, sein Nachfolger wird sein Großneffe Karl I.

Reklamemarke mit antiitalienischer Parole

Für die im Krieg involvierte Stadt beginnt die schlimmste Zeit überhaupt, da die italienische Luftwaffe und Artillerie aus der Luft und vom Wasser aus angreifen. Die Spitäler sind voller Verwundeter, viele Verletzte werden in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Schiffslazaretten versorgt. Die Lebensmittelknappheit führt zur höheren Sterblichkeit bei Kindern, aber auch bei der Allgemeinbevölkerung; das Elend trifft vor allem die Mittelschicht, die bis dahin keine Armut kannte, während die Menschen, die in der näheren Umgebung auf dem Land leben, eine bessere Versorgung haben. Trotz allem, und nicht zuletzt dank des Durchbruchs der Front am Isonzo zwischen Bovec und Tolmin sowie der Invasion von Friaul und Teilen des Veneto (Oktober-November), verherrlicht die Propaganda den bevorstehenden, unausbleiblichen “Endsieg”.

 An der Front am Piave führt das Vorrücken der italienischen Streitkräfte (Oktober-November) nach anfänglichem Widerstand zu einem Zerfall des österreichisch-ungarischen Heeres und viele Regimenter ziehen sich von der Front zurück. Karl I. dankt ab und flüchtet ins Exil, am 3. November (Waffenstillstand von Villa Giusti) erreichen italienische Truppen das Trentino und Triest. Die Kontrolle über die Stadt, die einige Tage zuvor von den österreichischen Behörden im Stich gelassen wurde und nun von einem uneinheitlichen Komitee für das Öffentliche Wohl verwaltet wird, dem es jedoch nicht gelungen ist, Plünderungen und Gewalttaten zu vermeiden, wird General Carlo Petitti di Roreto anvertraut.

Ein Exodus der deutschen, serbokroatischen und zum Teil slowenischen Bevölkerungsgruppen setzt ein, da eine massive Rückwanderung von italienischen Arbeitern erfolgt, die zuvor in Triest gelebt hatten. Zudem kommen viele andere Bewohner aus dem Königreich Italien in die Stadt. Revolutionäre Vorstösse und die ersten faschistischen Anzeichen vermischen sich in einem Klima, das allgemein von wirtschaftlicher Stagnation geprägt ist und wo der Warenumschlag und -verkehr kaum anzukurbeln sind. 1921 werden Triest und Julisch Venetien vom Königreich Italien annektiert.

Mit der Auflösung der Donaumonarchie in zahlreiche Nationalstaaten endet auch die Rolle Triests als wirtschaftliche und finanzielle Drehscheibe für die umliegenden Gebiete und Nachbarländer. Der Hafen büßt stark an Bedeutung ein, die Industrie tut sich schwer mit einem Neustart. Die Einwanderungswelle der Vorkriegszeit ist vorbei, Triest liegt nun abgeschlagen am Rand des italienischen Wirtschaftsgefüges: eine schwere Zeit bricht an.

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Auf Gleis 9 des triestiner Hauptbahnhof findet man seit 2014 – einhundert Jahre ist der Ausbruch des Großen Krieges und der Abmarsch der triestinischen Truppen her – eine Stätte in Erinnerung an die treuen Soldaten des österreichischen Küstenlandes die genau dort im dramatischen Sommer ihren Familien “Lebewohl“ sagen mussten und auf die verschiedenen Kriegsschauplätze des 1. Weltkrieges verteilt wurden.

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99% der Triestiner und der anderen Bevölkerung des Küstenlandes kämpfte für die Verteidigung der österreichisch-ungarischen Monarchie, das heißt: „Für die Verteidigung einer besseren Welt, die wie kein anderes Land Europas, Respekt, Humanismus und das Zusammenleben der Völker, Sprachen, Kulturen und Religionen, nicht nur in ihren Gesetzen verankerte sondern diese auch lebte.“ 

der Adler von Triest

Bildergebnis für gottfried von banfieldGottfried Banfield, war der erfolgreichste österreichisch-ungarische Marineflieger im Ersten Weltkrieg. Er ging als „Adler von Triest“ und letzter lebender Träger des Maria-Theresia-Ordens in die Geschichte ein. Banfield ist mit 9 bestätigten und 11 unbestätigten Luftsiegen der erfolgreichste österreichisch-ungarische Marineflieger und belegt den 6. Platz der erfolgreichsten Fliegerasse Österreich-Ungarns. Dass er die meisten Einsätze über der nördlichen Adria flog und deshalb viele seiner angegebenen Luftsiege nicht bestätigt werden konnten, erklärt seine hohe Zahl an unbestätigten Luftsiegen. Im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien, in welchem die Geschichte der k.u.k. Kriegsmarine im Detail dokumentiert ist, befindet sich ein Gemälde von Karl Sterrer aus dem Jahr 1918, welches den Linienschiffsleutnant Gottfried von Banfield als Kommandanten der Seeflugstation in Triest zeigt, flankiert von zwei bald darauf gefallenen Flugzeugführern. Gestorben ist Gottfried von Banfield am 23.9.1986 in Triest.

DER TRIESTINER KARST
ein Weinbauland mit Blick aufs Meer

Ein Blick in den Weingarten der Azienda Agricola Sancin (Quelle: Sancin)

Lassen wir uns von der Faszination der Landschaft des Carso gefangen nehmen und begeben wir uns auf die Hochebene, die auf die Adria geht, ein Gebiet, das die römischen Legionen 178 v. Chr. auskundschafteten, sich hier niederliessen und zahlreiche Zeugnisse ihrer Zivilisation hinterliessen.  Unter den strategischen Punkten war Bagnoli am Eingang zum Tal Rosandra, wo der Aquädukt gebaut wurde, der das Wasser nach „Tergeste ” brachte. Wir bleiben in dieser Gegend und besuchen das Tal Rosandra, das von der Natur her sehr bedeutsam ist.


Das ganze Gebiet ist das Ergebnis eines wichtigen karstischen Phänomens, und der Zersetzungsprozess des Kalks führte zu diesem breiten Tal, das von dem Bach Rosandra durchflossen wird. Bäche, Wasserfälle und steile Pfade machen dieses Gebiet für das Trekking ideal, wenn man bei der Hütte Premuda startet. Man kann bis nach a San Dorligo della Valle am Hang des Monte Carso vorstossen, um die Ruinen eine der grössten prähistorischen Siedlungen der Gegend zu besichtigen. Dann kommen wir in das Dorf San Giuseppe della Chiusa, um die Kirche aus dem 17. Jahrhundert zu bewundern, in der eine Reliquie des Heiligen Kreuzes verwahrt wird.

STADTTOUR VON TRIEST

2:30 Std. Stadt Tour ( mit Schloss Miramare) 11.- € - jeden Tag um 9.00,12.00,15.00 inklusiv Audio-Führer

70. JUBILÄUM DES HEUTIGEN FREE TERRITORY OF TRIEST 

Triest ist de jure, wie den meisten unbekannt sein dürfte, keineswegs ein Teil Italiens, sondern steht lediglich unter italienischer Verwaltung.

Am 10. Januar 1947 beschloss der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in der Resolution 16 fast einstimmig die Gründung des Freien Territoriums Triest.  Der Termin der Staatsgründung stand noch offen.  Am 10. Februar 1947 wurde in Paris von Vertretern der Alliierten des Zweiten Weltkriegs ein Friedensvertrag mit der neuen italienischen Republik unterzeichnet, der die Errichtung des Freien Territoriums für den 15. September 1947 vorsah. Der Artikel 21 sanktioniert das Ende der italienischen Souveränität über Triest gleichzeitig mit der Inkraftsetzung des Vertrags: Auf Grund dieser Bestimmung, wird am 15. September 1947 die Gründung eines neuen unabhängigen Staates erklärt, nämlich des Freien Territoriums Triest – FTT, das mit einem internationalen Freien Hafen ausgestattet ist und unter der vorgesehenen provisorischen Regierung stehen soll (Anhang VI), bis der neue Gouverneur vom Sicherheitsrat der UNO ernannt wird.  Am 15. September 1947, dem Tag des Inkrafttretens des italienisch-alliierten Friedensvertrags, wurde das Freie Territorium Triest von Terence Sydney Airey, dem britischen Gouverneur der Zone A, mit der „Proklamation Nr. 1.“ proklamiert.

Es fand eine feierliche militärische Zeremonie zur Staatsgründung statt und überall im neuen Staat kam es zu Feierlichkeiten, am gleichen Tag trat mit dem Vorläufigen Statut (offiziell „Urkunde über die Provisorische Regierung des Freien Territoriums von Triest“) die provisorische Verfassung des Gebiets in Kraft. Danach fand eine umfassende Konsolidierung des Staates statt, als strukturelles Vorbild diente die Schweiz mit ihrem Direktorialsystem, das Territorium sollte als neutraler Staat unter Protektion der Vereinten Nationen existieren undprovisorisch in zwei Zonen eingeteilt werden.  Diese Zonenteilung verhinderte das tatsächliche Entstehen eines einheitlichen Staatsgebildes, das es formell darstellt.  Zwischen 1947 und 1948 wurden ein eigenes PostwesenBankensystemBriefmarkenreihe, eigene Autokennzeicheneingeführt, eine eigene staatliche Eisenbahngesellschaft gegründet, ein umfassender Sicherheitsapparat ins Leben gerufen und ein eigenes Parlament geschaffen.  Der Aufbau des neuen Territoriums erhielt jedoch bald einen Dämpfer. Zwischen Oktober 1947 und März 1948 lehnte die Sowjetunion die Kandidatur von 12 Nominierungen für den Posten des Gouverneurs, die die USA, das Vereinigte Königreich und Frankreich vorschlugen, ab.

Da man sich danach immer noch nicht auf einen Gouverneur einigen konnte, wurden die beiden Kommandanten der Zonen Terence Sydney Airey (A) und Mirko Lenac (B) in ihrer Eigenschaft als Militärgouverneure mit der Errichtung einer „provisorischen Verwaltung“ für die Zeit bis zur Bestellung eines Gouverneurs durch den UN-Sicherheitsrat beauftragt. Bis 1954 Engländer und Amerikaner hielten den Nordteil des betreffenden Gebiets (die "Zone A") besetzt, die Jugoslawen den Südteil (die "Zone B").    1954 wurde zunächst ein Kompromiß geschlossen: Das "Londoner Memorandum" übertrug den Italienern die provisorische Verwaltung der "Zone A", den Jugoslawen die der "Zone B". Beide Zonen sind durch eine 24 Kilometer lange Demarkartions-Linie getrennt (Quelle : DER SPIEGEL 15/1974)

Schloss Skt. Daniel und Ferrarigarten (25 km. von Triest) 


Skt. Daniel ist eine der ältesten Siedlungen im Karst. Sein Name stammt vom Schutzheiligen der Kirche, dem heiligen Daniel. Aufgrund seiner strategischen Hügellage war Štanjel schon seit prähistorischen Zeiten besiedelt und bereits während der Antike befestigt. Die typische Festungsmauer stammt aus dem 15. Jahrhundert, es schützte die Bewohner in der Zeit der Türkeneinfälle. Seinen kulturellen Höhepunkt erlebte Štanjel im 16. und 17. Jahrhundert.  In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen prägte der Architekt und damalige Bürgermeister, Max Fabiani, das Ortsbild.  

Die Gartenanlage besteht aus mehreren Teilen, die sich in Terrassen unterhalb der Villa aneinander reihen und eine Kombination von Gebrauchs-, Zier- und Repräsentationselementen darstellen.

Spas, Saunen und Bäder

Saunieren – zu jeder Jahreszeit empfehlenswert Im Frühling ist endlich Schluss mit langen, dunklen Winterabenden. Besonders können die Jahreszeit diejenigen genießen, die sich durchs Saunieren fit machen: Da hat die Frühjahrsmüdigkeit keine Chance! Saunieren im Sommer trainiert den Wärmehaushalt. So kann der Körper seine Wärmeabgabe üben – ein Mechanismus, der vor allem im Sommer gefordert ist. Die verbesserte Hautdurchblutung erleichtert das Schwitzen. Das verbessert die Abstrahlung und Ableitung der Wärme. Durch regelmäßige Saunagänge lernt der Organismus, sparsamer und ökonomischer zu schwitzen, so dass man Hitzeperioden einfacher verkraftet. Auch gegen die Sommergrippe wirkt sich Saunabaden positiv aus. Zur kalten Jahreszeit im Herbst und Winter ist es einfach gut, wenn man es so richtig warm hat. Denn durch das regelmäßige Schwitzen in der Sauna werden die Abwehrkräfte gestärkt. Das beugt Erkältungen vor.

INTERNATIONALER FREIHAFEN VON TRIEST

Dank seinem besonderem Status, der von den Habsburger im Jahre 1719 bewilligt wurde, befindet sich der Großteil des Hafengelände außerhalb des Zollgebietes der Europäischen Union. Diese Sondererklärung ist bis heute gewahrt, anerkannt und garantiert dank internationaler Verträge.


Sicherheitsrat der Vereinten Nationen –  Resolution S/RES/16 (1947) / Friedensvertrag Paris (1947) Artikel von 1 bis 20 des Anhangs VIII / Memorandum of Understanding von London (1954)

Seit 1954 sind Freistaat (Free Territory - Freies Territorium) und Freihafen Triest unter provisorischer Verwaltung (Treuhandschaft) der italienischen Regierung. Der Friedensvertrag von 1947 (insb. der Anhang. VIII) räumt jedoch besondere Rechte für die Schweiz, Österreich, Ungarn, Tschechien und die Slowakei ein, diese Staaten dürften bspw. Handelsschiffe in Triest registrieren und könnten einer intern. Freihafen-Kommission beitreten, der auch die USA, Frankreich, Großbritannien, Polen, Italien, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Jugoslawien, angehören würden.

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Das gesamte Hafengelände hat eine Fläche von 2.304.000 Quadratmeter, von denen 1.765.000 Quadratmeter zur Freihafenzone bestimmt sind. 925.000 Quadratmeter Lagerfläche stehen zur Verfügung, wovon 500.000 Quadratmeter geschlossen und überdacht sind. Die Freihafenzone ist Zollausland der Europäischen Union.

Der freie Hafen Triest ist aufgrund seiner geographischen Lage an der Kreuzung der Seerouten und dem Korridor 5 (Lisabon-Kiev) ein internationales Hub für die zentralen und osteuropäischen Märktegeworden. Die hohe natürliche Wassertiefe (bis 18 m – ohne Baggerarbeiten) erlaubt eine perfekte Zugänglichkeit. Ausgezeichnete Schienen- und Straßenanbindungen sowie die Nähe zu den Zielmärkte machen den freien Hafen Triest einen effizienten und konkurrenzfähigen Tiefwasserhafen. Aufgrund des zunehmenden Handels- und Schiffsverkehrs zwischen dem Fernost und Europa ist die nordadriatische Küste von noch größer Bedeutung geworden und in diesem Zusammenhang spielt Triest im Bereich der interkontinentalen und  mediterranen Schiffsverbindungen eine zentrale Rolle. Der freie Hafen Triest ist der Ausgangspunkt und Zielort regelmäßiger und direkter Linien mit China, Indien und Fernost weltführender Reedereien. Um die Zielmärkte zentraler und östlicher Europa betreuen zu können wurden hochspezialisierte intermodale Dienstleistungen entwickelt: direkte Zugverbindungen mit den norditalienischen Industriegebieten, der Schweiz, Deutschland,Seehafen Kiel, Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei, Luxemburg, Belgien, Schweden.

Die Waren, die auf dem Seeweg aus nicht EU-Ländern ankommen, dürfen direkt in den Freihafen gebracht werden, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Bestimmungsort und ohne jegliche Zollabwicklung im Hafengebiet; Die o.a. Waren können zeitlich unbegrenzt im Hafengebiet gelagert werden und danach ohne Abfertigung der EU-Zollerklärung in Drittländer verschifft werden; Es stehen zur Verfügung Lagern für Auslandswaren wo solche Güter den s.g. üblichen Verarbeitungsschritten (Verpackung, Umverpackung, Kennzeichnung, Musterproben usw.) also Schritten zum Zweck der Haltbarmachung und/oder Qualitäts-/Präsentationsverbesserung, frei unterzogen werden dürfen; Für die Auslandswaren ist (unter der Voraussetzung einer Bewilligung) sogar eine industrielle Verarbeitung möglich; Für die über den Freihafen aus der EU exportierten bzw. in der EU importierten Güter können die anfallenden Zollgebühren und Steuern bis zu sechs Monate später zu einem günstigeren Jahreszinssatz bezahlt werden; Die aus EU-Ländern durch den Landverkehr ankommenden Waren gelten als „ in jeder Hinsicht aus der Europäischen Union ausgeführt „ als sie das Freihafengebiet betreten, während die Waren aus Drittländern als Transitwaren eingestuft werden; Für den Straßengüterverkehr aus dem Freihafen und in Richtung Ausland über die internationalen Grenzübergänge Österreichs und Slowenien (und umgekehrt) gilt eine vergünstigte direkte Transitregelung; Der Schienentransport profitiert von einer vereinfachten Zollregelung. Ein weiterer Vorteil des Freihafens besteht aus der Möglichkeit, die Zoll und MwSt., anläßlich der Importierung, nach dem Einführungstag mit einem passiven Zinssatz von 50% des Euribors bei 6 Monaten zu zahlen. Dieser Vorteil kann auch von europäischen Importeuren, die ein Interesse haben, die Ware über Triest, statt über den Zoll des eigenen Landes, zu importieren. Die Spediteure des Triester Hafens stehen zur Verfügung für diese Importangelegenheiten, im Namen der einschlägigen Firmen der Europäischen Union.

Die Manipulation, die die Verzollung der Waren nicht ändert (z. B. Aussortierung, Musterung, Beschriftung, Vertrocknung und allgemeine Qualitätsverbesserung) kann auf den im Freihafen gelagerten Waren ohne Aufzahlung von Zoll und MwSt. auf ihrem Wert durchgeführt werden. falls die Ware in ein Land, das nicht zur EU gehört, geschickt wird, wird nichts verlangt, was um MwSt. für die Ware geht. Übrigens kann man bei diesen Bearbeitungen Elektrostrom und andere Energiewesen zum reduzierten Preis, dank der Reduzierung der Verbrauchssteuer, erhalten. Laut dieser Bearbeitungsart, immer mit Erlaubnis der Zollbehörde, ist es auch möglich, die Marke “Made in Italy” zu bekommen.

1880 betrug die Umschlagsmenge in den Triester Häfen 1,2 Millionen Tonnen. Bis zum Jahr 1912 stieg diese Menge auf 4,573 Millionen Tonnen. Heute sind sie 62 Millionen.

Triestiner Kulinarium

Triest ist vom Duft nach Zimt, Vanille und Schokolade durchdrungen, und legt Wert darauf, eine Art olfaktorisches kollektives Gedächtnis am Leben zu erhalten, so als könnte man sich nur aufgrund dieser Gerüche und Geschmäcker wirklich als Triestiner fühlen. In den Rezepten dieser friaulischen Koiné, ein Ergebnis von neuen Zubereitungsformen aus den unterschiedlichen Traditionen, lassen sich zumindest drei verschiedene Schichten unterscheiden: Die erste ist ein Erbe der volkstümlichen Küche des Karsts und der angrenzenden  istrischen Gegenden.
 
Die zweite beinhaltet die feine, bürgerliche Küche, die von den Familien der Beamten und Militärs des Habsburgerreiches eingeführt wurde, aber auch von bedeutenden Kaufleuten aus Dalmatien, Griechenland und der Türkei. Die dritte Schicht ist schließlich das Erbe einer äußerst anspruchsvollen internationalen Küche, die auf den Schiffen des österreichischen Lloyd gepflegt wurde..

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Merkwürdig, dass die Wiener Küche ausgerechnet in der mediterranen Hafenstadt eine ihrer charmantesten Fleischwerdungen erfahren darf..

Als Wiener ist man ja immer wieder bass erstaunt, wie überschwänglich insbesondere Triestiner die Schönheit und den Stil der Stadt am Donaukanal loben können. Dabei sieht es aus unserer Perspektive eher so aus, dass die in Triest doch eh alles haben, was man an Wien mögen kann, und die Kraft und die Herrlichkeit Italiens noch dazu..
Konkret wird man sich in Triest niemals lange um einen anständigen, handgezogenen Apfelstrudel umsehen müssen, von Sachertorten, Putizza genannten Nuss-oder Mohnstrudeln und anderen Hervorbringungen austro-slawischer Konditorkunst ganz zu schweigen..
Und überhaupt, die Buffets: Ob sie nun "da Pepi", "da Mario" oder "Birreria Rudy" heißen, in Wahrheit sind sie doch allesamt Tempel eines Kultes, der wienerischer nicht sein könnte - und in Wien dennoch fast vergangen ist. Der Kult um die "Merenda de pirón " nämlich, was sich wörtlich als Gabelfrühstück übersetzen lässt und aus kleinen Portionen vorzugsweise deftiger Speisen besteht, welche mit vernünftigen Mengen Alkohols zwischen dem morgendlichen Caffč und Kipfel und dem Mittagstisch eingenommen werden wollen, um das Wohlbefinden zu steigern und den Gaumen bei Laune zu halten..

Dazu gehört etwa Schinken (prosciutto) von unfassbarer Qualität, der zwischen Friaul, dem  Karst und der istrischen Halbinsel in einer grenzüberschreitenden Konzentration und Vielfalt heranreift, die weltweit mit Sicherheit einzigartig ist..
Auch die Cevapcici sind ein gastronomisches Erbe der Monarchie, das in Triest (im Unterschied zu Wien) mit Hingabe gepflegt wird - wenn auch hauptsächlich in privatem Rahmen..
Aus Gründen wie diesen ist ein Aufenthalt in Triest für den leidgeprüften Austriaken stets auch so etwas wie Heimat-Urlaub in einer Stadt, in der alles so zu sein scheint, wie es in einer gerechten Welt zu Hause auch wäre. Das gilt natürlich ganz besonders für den freien Blick aufs Mittelmeer..

 


Einkaufsparadies in der Adriametropole Triest

  In der „Borgo Teresiano”, dem nach der Kaiserin Maria Theresia benannten, schachbrettartig angelegten, neo-klassizistisch Zentrum von Triest gibt es ca. 4500 Shops, große Kaufhäuser und 2 Einkaufszentren – ein wahres Shopping-Paradies! In der Altstadt zwischen der Piazza Unita` d'Italia und dem Hügel von San Giusto gelegen, finden Sie unzählige Second-Hand Buchläden und Antikhändler und das ganze Jahr über finden auf den vielen Plätzen Märkte und Flohmärkte statt.

  

 

 

KREUZFAHRTHAFEN TRIEST

Seit 1907 Kreuzfahrthafen Mitteleuropas am Mittelmeer
Für Gäste aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz ideal, denn der Hafen ist einfach mit dem Auto oder Zug zu erreichen.


Als eine der ersten Reedereien fuehrte die Gesellschaft Oesterreichischer Lloyd Triest 1907 mit dem Dampfer "Thalia" Vergnuegungssfahrten im Mittelmeer ein, aus dem das Konzept der Kreuzfahrten entstand. Die Thalia war ein 1886 in Dienst gestelltes Passagier- und Frachtschiff des Österreichischen Lloyd, das nach einem Umbau ab 1907 als Kreuzfahrtschiff vor allem im Mittelmeer und Europäischen Nordmeer lief.

Das aus Stahl gebaute Dampfschiff Thalia, das nach der Muse der griechischen Mythologie für komische Dichtung und Unterhaltung getauft worden war, lief am 5. Juli 1886 auf der Werft William Denny and Brothers im schottischen Dumbarton unter der Werftnummer 314 vom Stapel. Das zweimastige Passagier- und Frachtschiff hatte einen Rauminhalt von 2.371 BRT und eine Maschinenleistung von 2.554 PS. Die Thalia verfügte über 70 Betten in der 1. Klasse und 24 in der 2. Klasse und wurde noch 1886 von der Dampfschifffahrts-Gesellschaft des Österreichisch-Ungarischen Lloyd in Dienst gestellt.
Bereits 1891 hatte die deutsche Reederei HAPAG unter Albert Ballin die erste Kreuzfahrt mit der Augusta Victoria zur besseren Auslastung des Schiffs in den Wintermonaten organisiert. Diese Idee wurde nun auch beim Österreichischen Lloyd aufgegriffen. Nachdem 1906 mit der SS Bohemia (Indienststellung 1896) und der Tahlia selbst recht erfolgreich solche Fahrten durchgeführt worden waren, wurde die Thalia 1907 zum Kreuzfahrtschiff mit vier Decks und einer einheitlichen Kajütenklasse umgebaut.

 Das Oberdeck diente der kulinarischen Versorgung von Passagieren und Mannschaft. Von der steuerbordseitig gelegenen Passagierküche wurden anspruchsvolle Gerichte bereitgestellt, die in dem achterlich belegenen großen Speisesalon für 180 Personen an Tischen zu 6 bis 16 Plätzen eingenommen wurden. Letzterem schlossen sich Kabinen für Passagiere und den Oberkellner an, während davor und bugseitig u. a. der von der Reederei verpflichtete Arzt, der seine Dienste unentgeltlich anbot, die Bordapotheke und der „Barbier“ logierten sowie weitere Kabinen für Passagiere und die Maschinisten zur Verfügung standen.Bei Buchung der Luxuskabinen wurde ein etwas höheres Entgelt fällig. So kostete diese z. B. für eine Fahrt vom 11. April bis 12. Mai 1913 auf der Route „Triest-Marokko-Kanarische Inseln-Genua“ mit Bad 4.000 Kronen und ohne 3.600. Je nach Deck waren für Einbettkabinen 940 bis 1.700 Kronen und Zweibettkabinen 1.440 bis 3.000 Kronen – die Dienerschaft 480 Kronen (pro Bett) – zu entrichten, wobei die Kaufkraft einer Krone etwa 5 Euro entsprach.


Bergwerkstadt Idria, Schloss Gewerkenegg und Quecksilberbergwerk (1492)

 81 km. von Triester Busbahnhof : Unesco Weltkulturerbe
 


Idria ist eine Bergwerksstadt, bekannt für ihr weltweit zweitgrößtes Quecksilberbergwerk. Ein unvergessliches Erlebnis beim Besuch der Stadt bieten die Besichtigung des Schaubergwerks Antonius-Stollen und der Abstieg in die Tiefen des Untergrundes von Idria, wo die Bergleute in 500 Jahren über 700 km Stollen ausgegraben hatten.





Die über der Altstadt thronende Burg Gewerkenegg wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Verwaltungsgebäude des Quecksilberbergwerks erbaut.



LESETIPPS

Theodor Däubler wurde als Sohn einer schlesischen Mutter und eines aus Schwaben stammenden Vaters in Triest, dem wichtigsten Hafen Österreich-Ungarns, geboren, wo er zweisprachig, deutsch-italienisch erzogen wurde. Seine Jugend verbrachte er in Triest. Der Großvater mütterlicherseits, Theodor Brehmer , war Generalinspekteur der Triestiner Assicurazioni Generali

Theodor Däublers Hauptwerk ist der riesige, episch-lyrische Zyklus "DasNordlicht", über 30 000 Verse, die die Formelemente und Themen seiner Poesie enthalten: Verdichtung verschiedener Mythen, Liebe zu Rhythmus und Versform, Symbolik, Bilderreichtum, hymnische Sprache. Diese kosmische Phantasie entfaltet Däublers Privatmythos des zur Lebensquelle verklärten Sonnenlichts, ist Dichtung über das künstlerische Schaffen, Menschheitsgeschichte als Läuterung hin zum Geist..

 

Auf sonniger See

  Ein Segel wird zur Meereswanderblüte,,
  Mit Plätscherblättern silbert es dahin,,
  Dir kommen Lotosblumen in den Sinn,,
  Doch plötzlich untertulpt sich eine Tüte..
 
  Dir wird, als ob das Meer sich blau beglühte,,
  Die Silbertaster werden blaß wie Zinn,,
  Ein Wind bringt dieser Pflanzlichkeit Gewinn..
  O welches Blühen, welche Mittagsgüte!!
 
  So wandern Wunderblumen rotverschlossenn
  Und golden bloß wie Knospen aus der Flut,,
  Nur eine Lilie ist verzückt entsprossen..
 
  Ihr Segeln sonnt sich in der Silberhutt
  Gespiegelter und flackerschwanker Kelche,,
  Ein bleiches Suchen wellt sich: Welche??


  Theodor Däubler . 1876 - 1934

 

Zwischen grünen Hügeln, weiße Klippen und ein frei-blaues Meer, Triest ist eine der schönsten Städte an der Adria, das seit immer für seine reiche Geschichte, kulturelles Erbe und bestimmter mittler-Europäischer Charme bekannt ist, die über den Jahrhunderten vermischt haben, um eine Atmosphäre zu verursachen, die einfach einzigartig ist. Kultur, Atmosphäre, und ein bestimmter mittler-Europäischer Charme bilden diese Stadt heute ein unicum von seiner Art.

Erklärte freien Hafen im 1700, als unentbehrlicher Anschluß auf dem Meer für das Habsburger Reich, es wurde bald der Bestimmungsort der Kaufleute, Unternehmer und Abenteurer von der Welt, und fing an, die Eigenschaften einer zutreffenden Weltstadt zu erwerben.

MUGGIA (Mulgs)

   Ein venezianischer Schatz

Vom kleinen Hafen Muggia sind es nur einige Schritte zur Piazza Marconi, dem „Hauptplatz“ der Altstadt. Eigenwillig und markant erhebt sich hier der 1263 erbaute Dom mit einer elegant geschwungenen und doch schlicht wirkenden Fassade. Etwas verloren wirkt sein Glockenturm. Wuchtig wirkt dagegen der dominante Palazzo Comunale mit dem arkadengesäumten Vorbau

Die uralte Stadt wurde von den Genuesern 1354 zerstört, dann von der Republik Venedig wieder aufgebaut. Venezianische Spuren konzentrieren sich vor allem um den mandracchio, das bis ins Zentrum reichende Hafenbassin. Eines der bedeutendsten Gebäude ist das Rathaus, dessen Fassade noch vom Palazzo dei Rettori Veneti (15. Jh.) stammt. Der im 15. Jh. auf einer alten Kirche errichtete Dom ist venezianischen Ursprungs; die Fassade ziert ein Dreipass und eine fein gearbeitete Rosette. In der Kirche gibt es wichtige Goldschmiedearbeiten (15.-19 Jh.). Auf dem seit Ende des 15. Jh.s bewohnten Hügel des alten Stadtkerns liegt die Wallfahrtskirche S. Maria Assunta (12. Jh.) mit romanischen Fresken. Der Hügel, ein wahrer archäologischer Park, führt das mittelalterliche Erbe wie die Stadtmauern, die Tore und die Stadtgliederung, aber auch das damalige Alltagsleben vor Augen.

 


Denkmal der Kaiserin und Königin Elisabeth (Sissi)



Das Monument ist das Werk des Wiener Bildhauers Franz Seifert. Vor einem ideal gehaltenen Thronsessel steht die Kaiserin leicht erhobenen Hauptes, mit der rechten Hand ein schleierartiges Tuch an die Brust haltend, während die linke sich leicht auf die Lehne des Thrones stützt. Die edlen Züge sind von ernstem Ausdruck. Ein mächtiger Steinblock bildet den Hintergrund der Figur; er ist in einfachen Linien gehalten und oben stufenförmig abgeschlossen. Zur Entstehung des Denkmals in Triest sei noch berichtet, daß am 2. Dezember 1900 sich in Triest ein Komitee, nach beinahe einjähriger Vorarbeit, konstituierte und einen Aufruf an die Bevölkerung des Küstenlandes erließ. Am 30. November 1902 bildete sich ein Ehren-Komitee, das, der Unternehmung der Arbeiter beitretend, eifrigst um die Förderung des schönen Werkes bemüht war. Schon im Jahre 1906 waren ausreichende Mittel vorhanden und von 28 eingelangten Entwürfen wurde Franz Seiferts Modell zur Ausführung bestimmt.

Bildergebnis für habsburger - eine europäische dynastie

Empfang der Kaiserin Elisabeth durch Charlotte vor Miramare. Im Hintergrund Franz Josef und sein Bruder Maximilian.

Während ihrer Zeit in Triest bewohnt Sisi das Schloss Miramare vor den Toren der Stadt – ein Traumschloss auf Klippen am Meer. Errichtet wurde es von Kaiser Franz Josephs Bruder Maximilian, der ab 1864 als Kaiser in Mexiko regiert. 1867 wird er dort hingerichtet. Man entdeckt im Schloss verschiedene Hinweise auf mehrere Aufenthalte Franz Josephs und Elisabeths.. Triest ist für Kaiserin Sisi das "Sprungbrett" in den Süden. Hier liegt der Startpunkt vieler ihrer Seereisen. Die österreichische Monarchin hält sich zwischen 1869 und 1896 vor oder nach Reisen über das Mittelmeer insgesamt 14–mal hier auf.



 Von Triest aus fährt Elisabeth auch nach Griechenland. Auf der Insel Korfu lässt sich die Kaiserin um 1890 einen weißen Marmorpalast – das Achilleion – errichten, zu dem es sie immer wieder hinzieht..  Seit 1955 dient der Schlosskomplex als ein der Öffentlichkeit zugängliches Museum. Es ist unverändert geblieben und vermittelt so Einblick in eine zeitgenössische fürstliche Residenz.. Der weitläufige Park, in dem auch exotische Pflanzen zu finden sind, war ursprünglich als Ort der Meditation geplant und ist in Terrassen angelegt. Stufen führen hinunter zum Meer. Als Gartenhaus dient ein Castelletto, in dem in späteren Jahren Maximilians Frau Charlotte wegen ihrer geistigen Verwirrung eingesperrt wurde. Die Gegend ist bereits seit dem 14. Jahrhundert unter Habsburger Herrschaft. Kommt man vom Schloss her nach Triest, einer malerischen Hafenstadt, sieht man vor dem Hauptbahnhof auf das  Elisabeth-Denkmal.. Die Austern, auch von Sisi hoch geschätzt, werden wie zu Zeiten der Habsburger, heute jedoch mit Unterstützung der EU, im Golf von Triest gezüchtet..


 

Schiffslinien + Nahverkehr


>
    Trieste – Barcola – Grignano – Sistiana

>     Trieste – Muggia




>   Trieste- Pirano- Parenzo- Rovigno- Pola- Lussino




>    Trieste- Isola di Grado

 

Die Straße mit 7 Namen, von Wien nach Triest im Löcker-Verlag erschienen (19,80 €) 

…

Im Jahre 1734 wurde die Reichsstraße zwischen Wien und Triest als die bedeutendste überregionale Schnellverbindung der Monarchie fertiggestellt. Sie begann am Wiener Linienwall, dem heutigen Matzleinsdorfer Platz, und führte über Wiener Neudorf, Traiskirchen, Wiener Neustadt, Neunkirchen auf den Semmering, weiter über Bruck, Graz, Marburg an der Drau, Laibach, Adelsberg auf den Karst und von dort endlich nach Triest.

Die alte Reichsstraße hat sich mittlerweile in Die Straße mit 7 Namen, so der Titel des Buchs, verwandelt, führt aber nach wie vor, wie der Untertitel bestätigt, von Wien nach Triest.



EIN GLAS PROSECCO !

Der Begriff Prosecco stammt aus dem 18. Jahrhundert und bezeichnete ursprünglich einen hochwertigen Wein, der in der Umgebung des Dorfes Prosseck (it. Prosecco) nahe Triest angebaut wurde.

Der Name „Prosecco“ leitet sich ab von dem gleichnamigen Ort in der Gemeinde Triest. Anders als man denken könnte, hat der Begriff nichts mit „secco“ (italienisch: „trocken“) zu tun.
Bis zur Mitte des dreizehnten Jahrhunderts bezog sich der Ortsname ‘Prosech’ oder ‘Prosecum’, aber auch die modernere Bezeichnung ‘Proseco’, auf eine kleine Ortschaft, die im Süden an das Bistum von Triest und im Norden an das Territorium von Duino grenzte.
Am Beginn des sechzehnten Jahrhunderts werden in einigen gewichtigen literarischen Studien die Weine aus der Ortschaft Prosecco erwähnt: Pietro Bonomo (Triest 1458 -1546), Dichter und bedeutender Kulturträger, Sekretär und Ratsherr von drei österreichischen Herrschern, beschäftigt sich mit dem Werk "Naturalis Historia" von Plinius dem Älteren (23 – 79 n.Chr.) und ist insbesondere an der Geschichte der Kaiserin Livia (58 a.C. – 29 n.Chr.), der Frau des Kaisers Octavianus Augustus interessiert. Über sie wird berichtet, dass sie dank der hervorragenden Eigenschaften des legendären und bei den Römern sehr beliebten Puccino-Weins aus dem Gebiet von Prosecco ein hohes Alter in bester Gesundheit erreichte. Diese Geschichte wurde auch vom berühmten Arzt Galeno (129 – 216 n.Chr.) überliefert, der seinerseits den Ruf des Puccino-Weins als Heilmittel weiter verbreitete und dafür sorgte, dass er auch die späteren Jahrhunderte überdauerte.

Noch heute ist Prosecco ein kleiner Ort in der Gemeinde von Triest. Auch die örtliche Weinproduktion geht auf diese Epoche zurück; tatsächlich wird der Ort zum ersten Mal in Pachtverträgen von vier Weinbergen urkundlich erwähnt. Es ist somit sicher, dass Weinberge an den sonnigen Hängen gelegen waren, die geschützt vor der Bora von Prosecco sanft zum Meer abfallen; dort befand sich ein einst vom Meer umspülter, mergelhältiger Sandboden, auf dem besondere Trauben ausgesprochen gut gediehen.



Von den Weinbergen auf den sonnigen Terassen haben wir einen wunderschönen Blick auf den Golf von Triest.  Prosecco ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung, unter der Schaumweine und Perlweine gehandelt werden. Der Prosecco hat das DOCG-Siegel, das noch über dem DOC-Siegel steht und damit ein absolutes Qualitätsprodukt ist. Das Typische am Prosecco ist seine Kohlensäure, die bei der Produktion entsteht. Der Grad des Kohlensäure-Gehalts bestimmt, ob es sich um Schaumwein (italienisch: Prosecco Spumante) oder Perlwein (italienisch: „Prosecco frizzante“) handelt. Prosecco DOC ist die Hauptbezeichnung der Weine, aber es gibt auch zwei Zusatzbezeichnungen – Treviso und Trieste.
Wenn die gesamte Kette begonnen mit der Traubenernte über die Weinproduktion bis hin zur Abfüllung in den Provinzen von Treviso und Triest erfolgt, können die Sonderbezeichnungen Prosecco DOC Treviso und Prosecco DOC Trieste verwendet werden. Zwei Provinzen, die im Lauf der Geschichte eine wichtige Rolle für die Produktion des Prosecco spielten.
 Diese sind nur auf dem Etikett vorhanden, wenn der gesamte Produktionsprozess, von der Traubenernte bis zur Abfüllung, ausschließlich in der in der jeweiligen Provinz stattfindet.



So erkennt man den echten Prosecco DOC Jede Flasche Prosecco DOC auf dem Markt muss ein offizielles staatliches Siegel haben, das den Ursprung und die Qualität des Produktes garantiert. Verkauf vom Fass und Rosé-Prosecco sind nicht erlaubt. Prosecco DOC wird ausschließlich in Glasflaschen produziert und vermarktet. Alle Weine, die vom Fass serviert und “Prosecco” genannt werden, sind nicht Prosecco, sondern einfache Schaumweine. Prosecco DOC ist ein Weißwein; jeder Roséwein, der als Prosecco deklariert wird, widerspricht den Regularien des Prosecco DOC. Die Winzer bringen das offizielle Gütesiegel an die Flaschenverschlüsse (Kork oder Schraubverschluss) an, um die Herkunft und Qualität des Weins zu garantieren.

Ausblick vom Heurigen in Prosecco (TS)

Ein Dessert, das aus dem Friaul stammt

Tiramisu ist eine der beliebtesten Süßspeisen der Welt. Doch woher stammt sie?

Tiramisu besteht aus abwechselnden Schichten Biskotten und einer Creme aus Mascarpone, Zucker und Eiern. Die Biskotten werden mit kaltem Espresso beträufelt, der mit Marsala oder Amaretto aromatisiert wird. Das Dessert wird geschichtet und dann mehrere Stunden gekühlt, sodass es fest wird. Vor dem Servieren wird die Cremeschicht zuoberst reichlich mit Kakaopulver bestäubt.

Das Tiramisu wurde kürzlich in das Verzeichnis der „Prodotti agroalimentari tradizionali“ – kurz Pat – aufgenommen.- Als ein Dessert, das aus dem Friaul stammt. – Dieses Verzeichnistraditioneller Agrarprodukte und Nahrungsmittel wird seit dem Jahr 2000 vom italienischen Landwirtschaftsministerium, in Zusammenarbeit mit den einzelnen Regionen, erstellt und aktualisiert. Aufgelistet werden Produkte, deren Herstellung über einen Zeitraum von mindestens 25 Jahren auf gleichbleibend traditionellen, eng mit einer bestimmten Region verknüpften, Methoden beruht. In das Verzeichnis aufgenommen zu werden, bedeute nicht nur eine große kulturelle Wertschätzung und die Anerkennung eines Erzeugnisses und dessen Namens als etwas Typisches, das eng mit der Geschichte einer Region verbunden ist, sondern könne auch zur Folge haben, dass Pat-Erzeugnisse in Folge auch mit noch bedeutenderen europäischen Gütesiegeln wie DOP oder IGP ausgezeichnet würden.

Das Tiramisu wäre gleich in zwei, historisch mit dem Friaul verbundenen Versionen, ins Pat-Verzeichnis aufgenommen worden : In der gemeinhin bekannten, cremigen Version aus dem Karn sowie als halbgefrorene Variante aus der Gegend um Triest. 

Da sei man auf Grundlage einer historischen Recherche für die Interessen des Friaul eingestanden und sei daher entsprechend stolz, dass die Verbindungzwischen dem Tiramisu und den Friaul endlich bestätigt worden sei. Denn diese habe einen Mehrwert für das önogastronomische Prestige der gesamten Region.

TAGESAUSFLUG



Laibach u. Herzogtum Krain

 Tagesausflug (89 km. / 1h25' Bus) 

Tägliche Busverbindungen. Die früheste Abfahrt aus Laibach ist um 02:45, die Ankunft in Triest ist um 04:20. Die späteste Abfahrt ist um 20:25, die Ankunft um 22:05.

 FlixBus - Hellö - Crnja Tours - Buscenter.it - Croatiabus - Hin und zurück ab 18 €

 Goeuro   Gettybus     Busradar

Yestour

Tour Bus Laibach ( 8 Stunden)  jeden Montag ab Triest um 9.00 Uhr.

52.- € pro Person

 


Maximilian Ferdinand Joseph von Habsburg, Kaiser von Mexiko

 

Kaiser von Mexiko 1864–1867,, *6.7.1832 Wien, †19.6.1867 Querétaro;; Erzherzog von Österreich, Bruder Kaiser Franz Josephs I.,, 1857 mit der belgischen Prinzessin Charlotte (*1840, †1927)) verheiratet; auf Veranlassung Napoleons III., konnte sich aber nach Abzug der französischen Truppen gegen Präsident Benito Juárez nicht halten. Bildergebnis für MAXIMILIAN VON HABSBURGEr wurde von einem Kriegsgericht verurteilt und standrechtlich erschossen. Er war ein Idealist, ein Mensch voller Liberalität und hatte ehrlich gehofft, dem mexikanischen Volkk Freiheit und inneren Frieden bringen zu könnenn "Eine Gestalt schönsten, reinen Rittertums, die emporstrebende Seelen lehren werde,, daß es etwas Höheres gebe als das bloße Leben und dessen Genuß" schrieb Adalbert Stifter.In der Wiener Schatzkammer kann man noch einige Insignien sehen, mit denen Kaiser Maximilian seine Getreuen ganz im Stil der Habsburgermonarchie auszeichnete. Sein Tod war die Besiegelung der Kolonialepoche in Lateinamerika, die mit dem Habsburger Karl V. begonnen hatte und mit dem Habsburger Maximilian I. beendet wurde..

MAXIMILIAN UND MIRAMAR

Maximilian liebte das Meer und reiste viel; dennoch wünschte er sich auch eine Residenz, in der er halt machen konnte und sich der Familie und seinen Lieblingsstudien widmen konnte. Als 18jähriger Offizier der österreichischen Marine kam er 1850 nach Triest, wo er Villa Lazarovich auf dem Hügel von San Vito rnietete. Vier Jahre später wurde er zum Kontradrniral und Befehlshaber der österreichischen Flotte ernannt..

DAS KAISERLICHE SCHLOSS MIRAMAR

Das schmucke Schloss Miramare nördlich von Triest wurde vom österreichischen Erzog Ferdinand Maximilian errichtet und bietet seinen Besuchern heute Einblicke in die Zeit der Habsburger und erholsame Spaziergänge im idyllischen Schlosspark.

Das schmucke Schloss Miramare nördlich von Triest bietet seinen Besuchern mit prunkvollem Original-Interieur Einblicke in die Zeit der Habsburger, Italien - © James Camel / franks-travelbox

Auf dieser Landspitze, wo die Natur - von Menschenhand geformt - ihre Schönheit ganz besonders in den Vordergrund rückt, erscheint das Schloss fast unwirklich und verzaubert. Dieses fürstliche Schloss wurde auf Wunsch von Maximilian von Habsburg erbaut, dem jüngeren Bruder des österreichischen Kaisers Franz Joseph. Maximilian war romantisch veranlagt und mit einem großen Wissensdurst behaftet..

An einem Spätnachmittag des Jahres 1855 soll sich das zugetragen haben, was ihn zur Realisierung seines Traumes veranlasste. Er soll gesagt haben, das letzte, was er wolle, sei Kaiser sein; alles was er vom Leben erwarte, sei ein Schloss mit einem großen Garten an einem Strand. Er soll an Bord des kleinen Seglers «Madonna Della Salute» gewesen sein, als er vor dem Golf von Sistiana von einer Sturmflut überrascht wurde und in der Bucht von Grignano Zuflucht suchte. An Tag danach, als Sturm und Gefahr vorüber waren, wurde er sich der außerordentlichen wilden Schönheit der Landspitze bewusst. Angetan davon, beschloss er, dass dort, wo Meer und Erde sich begegneten, das so oft erträumte Schloss stehen sollte. Nach dem Erwerb des Landes beauftragte er den Architekten Carl Junker mit dem Entwurf..
Dieser inspirierte sich dabei an deutsch-österreichischen oder englischen Schlössern im Neurenaissancestil.

 Der Vertrag zwischen Graf Von Hadig, dem Vertreter Maximilians, und den Unternehmern Gossleth und Hauser zum Bau des Schlosses stammt aus den Jahre 1856. Das Abkommen sah vor, dass die Bauarbeiten bis 1858 abgeschlossen sein und die Ausgaben 280.000 Gulden betragen sollten. Allerdings übertrafen die Bauzeit und die Ausgaben die Erwärtungen beträchtlich, wegen der großen Schwierigkeiten in der Vorbereitung des unebenen und felsigen Geländes, und auch weil der weiße Stein, aus dem das Schloss hergestellt werden sollte, aus den weit entfernt in Orsera in Istrien gelegenen Steinbrüchen fuhrenweise hergeholt werden musste..



Am 27. Juli 1857 heiratete Maximilian die Prinzessin Charlotte von Sachsen, die schöne siebzehnjährige Tochter des belgischen Königs Leopold 1. und dessen Gemahlin Marie Louise von Orleans. Einige Monate zuvor war der Erzherzog bereits als Amtsnachfolger von Feldmarschall Radetzky zum General- Gouverneur des Lombards-Venezianischen Königreichs ernannt worden. Nach der Hochzeit reiste er alsbald mit der Gemahlin nach Mailand. u mildern. Aufgrund der Meinungsverschiedenheit Vergeblich versuchte er hier, die repressiven Methoden der Habsburger z zwischen ihm und seinem Bruder wurde er von diesem 1859 bei Kriegsausbruch seines Amtes enthoben. Das Ehepaar kehrte alsbald nach Triest zurück..

Nach dem Prunk der Mailänder Palais allerdings erschien ihm die Wohnung auf den Hügel von San Vito nicht mehr angebracht, und so ließ Maximilian im Park von Miramar das sogenannte «Schlösschen», errichten. Hie wohnte das Paar bis zum Weihnachtsfest im Jahre 1860, als es ins eigentliche Schloss umzog, das zwar erst ein Geschoss umfasste, dennoch aber zur offiziellen Residenz des Erzherzogs wurde. Die Ausstattung der lnnenräume der neuen Residenz - die Maximilian ständig mit großem Interesse verfolgte - wurde Franz und Julius Hofmann, anvertraut. Eindrucksvoll, abwechslungsreich, üppig und reich wurden sie gestaltet, besonders durch die Verkleidungen aus nachgeahmten Holz (die Verwendung von Holznachahnungen ist typisch für jene Zeit), Schnitzereien und Intarsien, Seidentapeten mit dem Wappen des Schlosses, das der Erzherzog selbst entworfen hatte: eine exotische Ananas zwischen zwei Ankern. Reiche Sammlungen von Gegenständen aus aller Herren Länder wechseln sich ab mit Gemälden, die wie in einem Familienalbum die wichtigsten Episoden des jungen Paars darlegen. Jeder Raum scheint in einem eigenen Stil gehalten zu sein, so wie es im 19. Jahrhundert eben üblich war..


 Im «Blauen Salon» zum Beispiel stehen Originalmöbel im holländischen Rokoko; die «Schlosskapelle» mutet gotisch an; der «Japanische und Chinesische Salon» beschwört das Wesen weit entfernter Kulturen herauf. Das Meer war für Maximilian jedoch seit jeher besonders wichtig, und so sind im Schloss auch oft Einrichtungsgegenstände zu finden, die die Themen des Meers und der Seefahrt aufgreifen. Sein Schlafgemach wünschte sich der Erzherzog ausgestattet wie die Kabine an Bord eines Schiffes, und sein Arbeitszimmer, der «Novara-Saal», sollte der Offiziersmesse der gleichnamigen Fregatte nachempfunden werden, auf der e als junger Seemann Dienst getan hatte.

Auch andere Säle beziehen sich auf das Meer: so z.B. der «Windrosensaal» und der «Möwensaal». Beeindruckend ist die Bibliothek, in der Erzherzog viel Zeit verbrachte, um die Memoiren seiner Reisen zu Papier zu bringen, um zu lesen oder auch um seinen Steckenpferden Botanik und Archäologie nachzugehen..Charlotte war eine 1Liebhaberin von Musik und Literatur, und die vielen von ihr selbst angefertigten Gemälde in diesem Schloss zeugen direkt von ihrem Interesse für die Malerei. Mit dem Schloss wuchs auch der Park, dem Maximilian große Aufmerksamkeit widmete: er entwarf den ersten Plan dafür persönlich.

1914, also vor gut 100 Jahren, kommt auch der österreichische Erzherzog und designierter Kaiser-Thronfolger Franz Ferdinand hier vorbei. Er reist auf einem Schiff der k.u.k.-Marine zu einem Manöverbesuch in Richtung Balkan. Und in Sarajevo ist ein bloßer Stadtbesuch geplant. Dabei verübt man dann das Attentat, das dann ganz Europa in den Ersten Weltkrieg ziehen lässt.

Ähnliches Foto

Triest, 1914 - Trauerzug von Franz Ferdinand



Schlossgarten Miramar, 1913 - Kaiserin Zita mit dem Sohn Otto

SCHLOSSGARTEN

 Die Arbeiten zur Vorbereitung des felsigen Untergrundes zogen sich lange hin. Nachdem die felsigen Flächen eingeebnet worden waren, mussten sie mit viel Erde bedeckt werden, die eigens dafür aus der Steiermark und aus Kärnten herangeschafft wurde. Der zweiundzwanzig Hektar große und mit vielen Baumarten aus aller Erde gepflanzte Park wurde unter der Leitung der Hofgärtner Laube und Jelinek nach klassischen und romantischen Gesichtspunkten angelegt, wie es für die zeitgenössischen deutschen und englischen Gärten. typisch war. So entstanden u.a. der Schwanensee und die feuchten Grotten, wo Venushaar und Farn wachsen, das ganze geschmückt durch griechische und römische Statuen.

 Mit Rosen bepflanzte Freitreppen leiten den Blick hin zur Anlegestelle, wo eine geheimnisvolle Sphinx die Hafeneinfahrt bewacht. Während die Arbeiten am Schloss fortgeführt wurden, unternahmen Charlotte und Maximilian an Bord der « Fantasie» Kreuzfahrten entlang der dalmatinischen Küste; längere Zeit weilten sie auch auf der Insel Lacroma bei Ragusa in Dalmatien (nach 1918 kroatisiert in Dubrovnik). Mit der Fregatte «Elisabetta» fuhren sie nach Madeira und Brasilien. In dieser sorglosen, glücklichen Zeit unternahm der ehrgeizige Maximilian auf der Suche nach Aufgaben von hohem Ansehen zahlreiche diplomatische Reisen, wozu er auch von seiner Gemahlin angehalten wurde..

Bahnhof Miramare

Der heißerwünschte Tag kam dann auch, als ihm am 3. Oktober 1863 die Krone Mexikos anvertraut wurde, für die er auf die österreichische Thronfolge verzichten musste. Maximilian nahm die mexikanische Kaiserkrone an - und damit Unbewussterweise auch das traurige Schicksal, das ihn erwartete. Am 14 April 1864 stach er mit seiner Gemahlin Charlotte an Bord der Fregatte «Novara» von Miramar aus in See. Eine Abreise voller Zweifel, Unsicherheit, von der ihm viele abrieten. Doch das junge Paar war ehrgeizig und voll der Hoffnung und Ideale..


Am 28. Mai 1864 kam es in Mexiko an. Hier musste Maximilian mit einer komplexen und vielschichtigen Realität abrechnen: indem er den von den Republikanern gewollten Agrarpakt ratifizierte, um die ärmeren Bauern zu schützen, richtete er die Landbesitzer gegen sich. Benito Juarez, Anführer der Bewegung, appellierte an die nationalen Gefühle und wendete sich gegen den ausländischen Monarchen..


Die Vereinigten Staaten, die gegen die Einmischung der Europäer waren, standen den Aufständischen beiseite. Trotz alledem vergisst Maximilian sein Lieblingsschloss nicht. Er findet die Kraft, über einen regen Briefwechsel die Arbeiten an dem Schloss und dem Park von Miramar zu verfolgen. Als allerletzten Versuch, die sich zusehends verschlechternde Situation in den Griff zu bekommen, schickte er Charlotte nach Europa, um Hilfe und den Umständen entsprechende Unterstützung zu suchen, die ihm allerdings verweigert wurden. Diese Abreise trennte die beiden für immer. Der Kaiser wurde von den Ereignisse überrollt; er weigerte sich zu fliehen; in Querataro fiel er in die Gewalt der Aufständischen, die ihn zum Tod verurteilten und am lg. Juni 1867 erschossen. Die verhängnisvolle «Novara», von der der Dichter Carducci in einer Ode sang, brachte den Leichnam des Kaisers ganze drei Jahre nach seiner Abreise von Miramar zurück nach Triest.

 Beigesetzt wurde er in der Grablage der Habsburger in der Kapuzinergruft in Wien. Charlottes geistiger Zustand verschlechterte sich indes langsam aber unaufhaltsam. Sie starb 1927 auf Schloss Bouchoute in Belgien. Schloss Miramar wurde 1870 fertiggestellt, vier Jahre nach Maximilians Tode..


 Diese nie bewohnte Residenz erscheint heute angesichts der dargelegten Tatsachen voller schwermütiger Faszination: alles, war darin aufbewahrt ist, erinnert an eine plötzlich vorzeitig unterbrochene Liebesgeschichte und beschwört Dinge herauf, die alle hätten erlebt werden können, nicht aber erlebt worden sind. Miramar erinnert an ein glückliches Paar, das das Schicksa1 abrupt auseinandergerissen hat. Faszination und Schwermut haben um das Schloss herum Geschichten und Legenden entstehen lassen. So zum Beispiel heißt es, dass der Besitz des Schlosses einen vorzeitigen Tod in fremden Ländern zur Folge haben würde..

 

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Parenzo  - Das Erbe von Rom, Bizantyum und Venedig
Unesco Weltkulturerbe

Mit dem Boot : Trieste 9.00 - Parenzo 10.30

Parenzo 18.40 - Trieste 20.10

Spiaggia

Rovigno, die Perle der Adria

Mit dem Boot

Triest 9.00 - Rovigno 11.10

Rovigno 18.00 - Triest 20.10

Es ist schwierig alles Interessante der Stadt aufzuzählen. Deshalb schlagen wir Ihnen vor, die Stadt selbst zu besuchen und sich ihr zu überlassen... Wir sind sicher, daß Sie etwas nach Ihrem Geschmack finden werden und daß Sie, früher oder später, hierher zurückkehren.

Rovigno zieht schon seit vielen Jahrzehnten zahlreiche Touristen an und die Mehrheit kehrt jedes Jahr wieder zurück. Der Grund dafür ist im Flair vergangener Zeiten zu suchen. Dies spüren Sie besonders, wenn Sie durch die engen Altstadtgassen spazieren. Die Stadt wurde auf einer Insel erbaut und erst im 18.Jhd. mit dem Festland verbunden.

 

Naturwunder Tropfsteinhöhle

die Skt. Kanzianer Grotten (22 km.v Triest)

Unesco Weltnaturerbe

Die Höhlen von St. Kanzian mit ihrem einzigartigen geologischen Formationen sind bereits seit 1986 als UNESCO Weltnaturerbes gelistet. In der Nähe von Divatscha, hat der Fluss Timavo auf seinem Weg in die Tiefe in jahrtausende langer Arbeit riesige Dolinen und tiefe unterirdische Canyons gegraben, den der Pfad abwärts in schwindelnder Höhe überquert. Tief unter der Erde heißt den Besucher auf seinem Weg durch die Höhlen das Tosen des Timavo willkommen. Charakteristisch für die Höhlen sind ihre vielen Wasserfälle und ausgedehnte Kammern (allein die „Svetina Halle“ ist gigantische 1400 m lang) mit beeindruckenden Tropfsteinen und Sinterformationen. Auf einem 6 km langen Weg läßt sich dieses Naturwunder aus nächster Nähe bewundern.

61 km. von Triest - Der smaragde Fluss Isonzo und die Tolmeiner Klammen.

Der schönste Fluss Europas." Mit diesen Worten pries einst der bekannte Alpinist Julius Kugy die Soca, diesen smaragdfarbenen Fluss.

In einer atemberaubenden Naturkulisse schillert der smaragdgrüne Wildfluss wie flüssiger Edelstein.

Aquileia

Auf den Spuren der Römischen Kaiserzeit

47 km.

Unesco Weltkulturerbe

In Aquileia, Schutzwall der Invasionen seitens der Barbaren und Startpunkt vieler Feldzüge und Eroberungen sowie großes Handelszentrum, finden wir die Spuren des mächtigen römischen Reiches. Mit der antiken Straße Cardo, die Ruinen des Forums, die Basilika, das Mausoleum, die Therme und die Stadtmauer, ist Aquileia eine der wichtigsten Zeugnissen der antiken römischen Macht. In der Tat ist die Stadt eines der wichtigsten politischen und Verwaltungszentren der Kaiserzeit gewesen. Dank der guten Erhaltung ihrer archäologischer Schätze aber auch dank ihres Einflusses für die Verbreitung des Christentums im Mittelmeerraum, wurde sie 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Das wichtige historische Kulturgut der Stadt kann außerdem in den drei Stadtmuseen bewundert werden: Im Museo Archeologico Nazionale (Nationales archäologisches Museum), reich an Zeitzeugnissen sowie Kunsthandwerk und andere Funde der antiken Stadt; Das Museo Paleocristiano (Frühchristliches Museum), in dem die Ruinen eines alten kirchlichen Baus aufbewahrt sind; Das Museo Civico del Patriarcato (Patriarchalisches Stadtmuseum), indem wichtige Reliquien aus Holz und Metall gelagert sind.

Aquileia (Agley) war einer der wichtigsten Häfen des römischen Reiches, wichtiges Militär-, Handels- und Religionszentrum. Die Umgebung von Aquileia ist ein berühmtes Weinanbaugebiet. Auch die Natur mit Grundwasserquellen und der Lagune ist sehr reizvoll. Die Basilika aus der Patriarchenzeit mit seinen farbigen, detaillierten Mosaiken ist das bedeutendste Monument Aquileias. Die Archäologische Stätten und die Basilika sind Weltkulturerbe der Unesco seit 1998.

Sehenswürdigkeiten: Archäologisches Nationalmuseum und frühchristliches Museum, der römische Flusshafen, das Forum, die Via Sacra, die Basilika, das römische Gräberfeld.

 

In der Basilika befindet sich das größte, schönste und besterhaltene Fußbodenmosaik im Westen.

 

Besonders Eindrucksvoll sind die bekannten Fußbodenmosaiken im Inneren aber auch außerhalb der Basilika, über die man zur Krypte der Fresken im byzantinischen Stil geführt wird. Schäden, die nach einem Erdbeben im Jahr 988 entstanden, zwangen im Jahr 1031 den damaligen Patriarch Poppone radikale Restaurierungsarbeiten vorzunehmen, die der Basilika römische Formen verliehen. Höhepunkt dieser Arbeiten wurde der Bau des großen Palazzo Patriarcale (heute nicht mehr vorhanden) sowie des eindrucksvollen Glockenturms, der mit seiner 70 m über die Friaulische Stadt herrscht. 

Udine - Weiden (67 km.)

Ursprünglich war Udine (Weiden) eine kleine spätrömische Ansiedlung und das Schloss, das auf einem isolierten Hügel liegt, stammt aus dem 6. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des 13. Jh. wurde die Stadt zum Sitz des Patriarchats. 1420 bis 1797 fiel Friaul unter die Herrschaft Venedigs. In dieser Zeit wurden zahlreiche öffentliche und private Gebäude: Piazza Libertà, der Wiederaufbau des Schlosses, Palazzo Arcivescovile (Erzbischöflicher Palast), Palazzo Antonini-Cernazai, Projekt von Andrea Palladio und der Palazzo del Monte di Pietà. Im 18. Jh. gelangte Giambattista Tiepolo gerade hier zu seiner vollen künstlerischen Reife: Der Jahrhundert war kulturell sehr lebendig. Nach dem Untergang der Republik Venedig wurden1797 im Frieden von Campo Formio die Machtverhältnisse in Oberitalien neu geregelt. Friaul kam unter die Herrschaft der Habsburger und wurde ein Teil des Königreich Lombardo-Venetien. 

 

Mit “Mathias Sandorf” von Triest in die istrischen Schluchten des Küstenlandess


Triest, die Hauptstadt des Küstenlandes, teilt sich in zwei einander sehr wenig gleichende Städte: in eine neue und reiche, die Theresienstadt, die sich geradlinig am Rande der Bai erhebt, welcher der Mensch erst den festen Baugrund abringen mußte, und in eine arme, armselige; letztere ist unregelmäßig gebaut und liegt eingeklemmt zwischen dem Korso, der sie von der ersteren trennt, und den Abhängen der Höhen des Karst, deren Gipfel eine malerisch ausschauende Zitadelle krönt. In den Hafen von Triest hinein ragt der Molo von San Carlo, an dem vorzugsweise die Handelsschiffe ankern..

 Dort sammeln sich mit Vorliebe, und oftmals in beunruhigender Anzahl, Gruppen von jenen Umherlungerern, welche nicht Haus und nicht Herd kennen und deren Anzüge, Beinkleider, Jacken oder Westen der Taschen völlig entbehren könnten, weil ihre Eigentümer niemals etwas besessen haben, was sie dort hinein hätten tun können, und wahrscheinlich auch niemals dergleichen besitzen werden.””

Jules Verne, Mathias Sandorf 1885Jules Verne, Mathias Sandorf 1885

LIPIZZA DIE HEIMAT DER WEISSEN PFERDE

 Lipizza, im Karst- gebiet in der Nähe von Triest, noch k. und k. österreichisches Hofgestüt.

Das historische Ortskern von Lipica wurde auf den Überresten des ehemaligen Besitzes des Bischofs von Triest errichtet. Das Schlüsselelement der Ansiedlung waren das Schloss mit dazugehörigem Gebaude, mit dem sogenannten Hof umschlossen. Der Hauptweg aus Triest führte durch den Triumphbogen direkt bis zum Eingangsportal vom »Wölbstall«, dem Hauptstall und wertvollsten Gebäude im alten Ortskern, auch was die Architektur angeht. Außerhalb des Hofes befinden sich der heutige Gasthof, die Kapelle und weitere Stallungen.

Die Geschichte des Gestüts Lipica ist eng mit den Habsburgern und der Zeit verbunden, als das Pferd ein außerordentliches Gut bedeutete und eine wichtige strategische Rolle spielte. Die Geschichte von Lipica beginnt somit im 16. Jahrhundert, als die verlassene Sommerresidenz zum Hofgestüt umfunktioniert wurde.

Der Zauber des Gestüts Lipica liegt nicht nur in dem was wir sehen, sondern auch in den Geschichten, die die Vergangenheit hier geschrieben hat. Erst wenn wir die Wege der Geschichte betreten, können wir die Größe der hiesigen Reitereitradition verstehen.

Für den ältesten Lipizzaner 926 Favory Capriola XIV sorgt jetzt der jüngste Pferdepfleger des Gestüts  Lipica, Klemen Braniselj, der gleich einige Jahre jünger als der hochgezüchtete Hengst ist.

Besichtigung des Gestüts

Kutschenfahrt

Mit “Mathias Sandorf” von Triest in die istrischen Schluchten des Küstenlandes


Triest, die Hauptstadt des Küstenlandes, teilt sich in zwei einander sehr wenig gleichende Städte: in eine neue und reiche, die Theresienstadt, die sich geradlinig am Rande der Bai erhebt, welcher der Mensch erst den festen Baugrund abringen mußte, und in eine arme, armselige; letztere ist unregelmäßig gebaut und liegt eingeklemmt zwischen dem Korso, der sie von der ersteren trennt, und den Abhängen der Höhen des Karst, deren Gipfel eine malerisch ausschauende Zitadelle krönt. In den Hafen von Triest hinein ragt der Molo von San Carlo, an dem vorzugsweise die Handelsschiffe ankern.

 Dort sammeln sich mit Vorliebe, und oftmals in beunruhigender Anzahl, Gruppen von jenen Umherlungerern, welche nicht Haus und nicht Herd kennen und deren Anzüge, Beinkleider, Jacken oder Westen der Taschen völlig entbehren könnten, weil ihre Eigentümer niemals etwas besessen haben, was sie dort hinein hätten tun können, und wahrscheinlich auch niemals dergleichen besitzen werden.”

Jules Verne, Mathias Sandorf 1885